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Weinwissen

Das Weinlexikon

Abbocato
Italienische Bezeichnung für halbtrocken.

Aglianico
Rote Rebsorte, die vorwiegend in den südlichen italienischen Provinzen Campania und Basilicata angebaut wird. Es ist kein Zufall, dass Aglianico gerade in dieser von Vulkanen dominierten Region so gut gedeiht. Die verschiedenen Bodentypen werden vor allem von vulkanischem Gestein und Granit bestimmt, das Klima ist meist trocken und im Sommer heiß. Keine günstigen Voraussetzungen für die Landwirtschaft, jedoch bringt Aglianico vor allem auf diesen Hügeln und Hängen Weine der Extraklasse hervor. Die Rebsorte ist frühaustreibend, was in diesem Gebiet, wo Frühlingsfrost unbekannt sein dürfte, kein Problem darstellt. Die relativ kargen, aber an Mineralien reichen Böden haben automatisch eine natürliche Ertragseinschränkung und damit konzentrierte Weine zufolge. Die Weine, die aus Aglianico gekeltert werden, sind tieffarbig, tanninreich und lange lagerfähig. Nach ausreichender Flaschenreife zeigt der Wein sich ähnlich wie ein Barolo. Die neue Generation Aglianico-Weine, reinsortig oder in Verschnitt, ist schon in der Jugend fruchtbetont, und weicher als die normalerweise für lange Lagerung bestimmten Weine.

Albariño
Weisse Rebsorte, die im Nordwesten Spaniens, in Galizien und unter dem Namen Alvarinho im angrenzenden Vinho-Verde-Gebiet im Norden Portugals angebaut wird. Die Rebsorte ist auf beiden Seiten der Landesgrenze verantwortlich für hochwertige und nicht gerade günstige Weine. Die aromatischen Weine sind oft alkoholreich und verfügen über eine erfrischende Säure.

Aligoté
Weisse, ertragreiche und frühreifende Rebsorte, die traditionell im Burgund angebaut wird und als Bourgogne Aligoté auf den Markt kommt. Die mit Aligoté angepflanzten Flächen nehmen zugunsten des populären und kommerziell interessanteren Chardonnay ab. Die Weine, die aus dieser Rebsorte produziert werden, sind oft leicht, weisen eine relativ hohe Säure auf und sind für den baldigen Verzehr gedacht. Die besten Exemplare kommen aus der Appellation Bouzeron, wo die Ertragshöhe statt 60 hl/ha (wie für die Appellation Bourgogne-Aligoté Controllée) auf 54 hl/ha beschränkt ist.

Alkohol
Bezeichnung für eine chemische Verbindung im Wein, die für den berauschenden Effekt (und Kopfschmerzen nach übermässigem Genuss), sowie die Konservierung des Getränks mitverantwortlich ist. Es gibt ganz unterschiedliche Gruppen von Alkohol, wobei der Alkohol im Wein das Ergebnis der Gärung ist. Dabei setzt die Hefe, ein Mikroorganismus, den Zucker des Beerensaftes in Alkohol und Kohlensäure um. Die Gärung ist eine Folge des Stoffwechselprozesses der Hefe: um überleben und sich fortpflanzen zu können, braucht die Hefe Nahrung. Diese Nahrung (Vitamine, Mineralien, Stickstoff und Zucker) befindet sich im Rebsaft. Den Zucker benutzt die Hefe als Energiequelle für ihr Wachstum. Dabei wird der Zucker in einer Reihe von chemischen Reaktionen in Alkohol und Kohlensäure umgesetzt. Alkohol ist geruchs- und geschmacksneutral. Der Alkolhol ist ein althergebrachtes Konservierungsmittel, der dem Wein eine nahezu unbeschränkte Haltbarkeit gibt. Viele auf der Welt produzierten Weine sind allerdings zum baldigen Genuss vorgesehen. Eine längere Flaschenlagerung ergibt dabei keine geschmackliche oder aromatische Entfaltung. Im Gegenteil: der Wein verliert dabei meistens nur an Frucht.

Altesse
Synonym für die weisse Rebsorte Roussette, die vorwiegend in der Savoie, im Osten Frankreichs angebaut wird.

Alvarinho
Portugiesische Bezeichnung für die ebenfalls in Spanien angebaute weisse Rebsorte Albariño. Siehe auch Vinho Verde.

Amabile oder abboccato
Italienisch für mittelsüss, lieblich.

Amaro
Italienisch für bitter oder sehr trocken.

Amarone
Bezeichnung für die aus getrockneten oder rosinierten Beeren hergestellten Weine aus dem Nordwesten Italiens, dem Veneto. Die Weine werden auf die gleiche Weise wie die Recioto-Weine produziert, sind jedoch völlig trocken, da während der Gärung der gesamte Zucker in Alkohol umgesetzt wird und der spätere Wein keine Restsüße aufweist. Das ist mit ein Grund, weshalb diese Weine früher als "misslungene" Reciotoweine betrachtet wurden. Die Amaroneweine verfügen immer über einen relativ hohen Alkoholgehalt auf (mehr als 15% sind keine Ausnahme) und werden meistens erst etwa fünf Jahre nach der Ernte auf den Markt gebracht.

American Viticultural Area (AVA)

Bezeichnung für amerikanisches Weinbaugebiet, Amerika's Antwort auf das französische System der garantierten Herkunftsbezeichnung Appellation d'Origine Controllée. Die AVA´s sind Weinbaugebiete, deren Grenzen geographisch und klimatologisch festgelegt sind. Die Anforderungen an AVA-Weine sind jedoch nicht sehr hoch. Die Bezeichnung garantiert, dass 85% der Reben, die für die Weinproduktion verwendet werden, effektiv aus dem AVA-Gebiet stammen. Betrifft es einen Wein, der aus einer einzigen Rebsorte (zB. Cabernet Sauvignon) gekeltert wurde, so müssen nur noch 75% der Reben aus dem AVA stammen. Auch bei der Rebsortenwahl gibt es keinerlei gesetzliche Einschränkungen. Die amerikanische Weinbaugeschichte ist im Vergleich zur europäischen jung, eine Experimentierungsphase ist deshalb angebracht, um festzustellen, welche Rebsorten in welchen Gebieten am besten gedeihen.

Amigne
Lokale weisse Traube aus dem Wallis. Sie liefert schweren, trockenen und vollmundigen Wein.

Amontillado
Spanischer Begriff für einen der vier Sherrystile, neben Fino, Manzanilla, und Oloroso, dessen Namen er den Weinbergen, in der Nähe der Städte Montilla und Moriles im südlichen Spanien entnimmt. Es handelt sich eigentlich um einen Fino, der durch Alkoholzugabe auf 16% verstärkt wird. Diese Alkoholsteigerung tötet eine besondere Hefe, Flor genannt, die wie eine Decke auf dem Sherry im Fass liegt und dem Wein bis zu diesem Moment vor Oxidation schützt und ihm zugleich einen bestimmten Geschmack verleiht. Ohne die schützende Wirkung der Flordecke tritt ein gewissses Mass an Oxidation auf, der Wein wird bernsteinfarbig und bekommt einen gehaltvolleren, fast nussigen Geschmack.

Annata
Italienisch für Jahrgang. Die Jahrgangsangabe auf dem Weinetikett garantiert, dass der Wein nur aus dem genannten Jahr stammt.

Año
Spanisch = Jahr

Anreichern
Legales und häufig angewendetes und übliche Verfahren bei der Weinbereitung. Dabei darf nur vor oder während der Gärung Zucker (Saccharose) dem Most zugegeben werden, um einen höheren Alkoholgehalt zu erreichen. Angereicherte Weine schmecken nicht süss, verfügen über mehr Körper und eine bessere Balance (und natürlich auch mehr Alkohol). Obwohl Anreichern dazu dienen sollte, Wein nur in schlechteren Jahren zu verbessern, ist das Verfahren, unabhängig von den Jahrgangsumständen, bei vielen Weinen üblich.

AOC
Abkürzung für Appellation d'Origine Controllée, französisch für garantierte Herkunftsbezeichnung und das gesetzliche System, das die französischen Weinbaugebiete und deren Produktion kontrolliert.

Appellation d'Origine Controllée (AOC/AC)
Französisch für kontrollierte Herkunftbezeichnung. Das Französische Weingesetz garantiert Wein nach Herkunft, wobei der bestimmende Faktor buchstäblich der Boden auf dem die Rebstöcke wachsen, ist. In der Qualitätshierarchie bilden die Weine mit einer Appellation Controlléebezeichnung (immer in Verbindung mit einem Gebietsnamen) die höchste Stufe. Die Appellations unterlegen bestimmte gesetzliche Auflagen. Die Grenzen eines AC-Gebietes wird auf Basis von Bodenzusammensetzung festgelegt. Innerhalb dieses Gebietes sind nur lokale, althergebrachte Rebsorten für die Weinpoduktion zugelassen. Die Anbaumethoden sind genauest umschrieben, sowie die maximale Etragshöhe per ha. Obwohl Das System der Appellation Controlée als eins der zuverlässigsten in der Welt erscheint, kann es trotzalledem nicht als absolute Qualitätsgarantie aufgefasst werden. Die Weinproduktion in Frankreich wird von zwei Institution überwacht. Das Institut National des Appellations d'Origine (INAO) ist für die Adminstration und Anerkennung der Appellations zuständig, während die Service de Repression des Fraudes für das Nachleben der komplizierten Gesetzgebung zuständig ist. Ab dem Moment der Ernte, muss jede Phase der Weinproduktion von Dokumenten belegt sein. Dabei wird Kontrolle nur stichprobenweise ausgeübt. Andere Nachteile dieses Systems, sind dass es die Verschiedenheit der möglich zu produzierenden Weine beschränkt. Experimente ausserhalb der Regulierung, können nicht anerkennt werden, weshalb viele, qualitativ hochwertige Weine in der niedrigsten Stufe als Vin de Table auf den Markt gelangen. Das ist aber sicher nicht im Sinne einer Regulierung zur Qualitätsgarantie.

Arneis
Weisse Rebsorte, die vor allem in Piemont angebaut wird und relativ neutrale Weine hervorbringt, denen es manchmal an Säure fehlt. Als Verschnittspartner (bis zu 5%) mit der roten Nebbiolotraube in Roero (sowohl Ortschaft als Name des Rotweins) vom DOC-Gesetz erlaubt, spielte sie kaum mehr eine Rolle, doch zunehmende Nachfrage für piemonteser Weissweine Ende der 80er Jahre führte zu Neuanpflanzungen. Die Arneisweine sollten jung getrunken werden, da nur die wenigsten Exemplare lagerfähig sind.

Arvigne (Petite Arvigne)
Walliser Traube, die einen körperreichen, wohlschmeckenden, oft etwas leicht säuerlichen Weisswein.

Assemblage
Französisch für "Zusammenstellen", das sich hier auf das Verschneiden oder Mischen von Weinen, ein legales Verfahren, bezieht. Die Assemblage wird bei der Erzeugung von Weinen, die Jahr für Jahr die gleiche Qualität aufweisen sollen angewandt. Das ist z.B. auch bei der Produktion von Sherry, aber auch bei Schaumweinen, wie Champagner, wobei ein gleichbleibender Geschmack angestrebt wird, der Fall.

Assyrtiko
Weisse Rebsorte griechischen Ursprungs, die traditionell auf der Insel Santorini angebaut wird. Assyrtiko hat einen hohen Säuregehalt, was in Anbaugebieten mit heißen Klima als vorteilhaft betrachtet wird, weshalb sie sich in ganz Griechenland zunehmender Popularität erfreut. Aus dem gleichen Grund wird Assyrtiko häufig als Verschnittpartner anderer weisser Rebsorten, denen es an Säure fehlt, eingesetzt. Diese vielseitige Rebsorte wird auch für die Kelterung süsser Weine eingesetzt.


Ausbau
Der Allgemeinbegriff für die weitere Behandlung, die einem Wein nach der Gärung zukommt und im Französischen mit Élevage umschrieben wird.

Auslese
Qualitätsstufe der QmP-Hierarchie (Qualitsweine mit Prädikat). Um dieses Prädikat auf dem Etikett zu tragen, dürfen diese Weine nur von vollreifen, ausgewählten Beeren bereitet werden. Der Mindestreifegrad muss, je nach Anbaugebiet, zwischen 83 und 105° Oechsle liegen. Dabei kann ein Teil des Leseguts von Edelfäule oder Botrytis befallen sein. Obwohl der Trend Richtung völlig trockener Weine geht, weisen Auslese-Weine meistens ein Mass an Restsüsse auf.

Auxerrois
Weisse Rebsorte, die vornehmlich im Elsass angebaut wird. Die Rebsorte wird vor allem als Verschnittspartner geschätzt, weil sich die von ihr produzierten Weine durch einen niedrigen Säuregehalt auszeichnen und so säurebetonte Weine (oft aus unreifem Lesegut) abrunden.

AVA
American Viticultural Area.

Azienda
Italienisch für (Wein)Gut. Eine Differenzierung ergibt sich durch die folgenden Nachsilben:. Azienda Agricola: Betrieb, der ausschliesslich selbst angebaute Weintrauben für die Weinproduktion verwendet. Azienda Vinicola: Betrieb, oft ein grosses Unternehmen, der ausschliesslich Weine aus gekauften Weintrauben herstellt. Azienda Vitivinicola: Betrieb, der sowohl Weintrauben aus eigenen Weinbergen, als auch zugekaufte Weintrauben zur Weinproduktion verwendet.


Bacchus
Weisse Rebsorte, Ergebnis einer Kreuzung von Silvaner x Riesling mit Müller-Thurgau. Bacchus verdankt ihre Popularität der Tatsache, dass sie, im Gegensatz zu Riesling, eine frühreifende Rebsorte ist, die zugleich sehr hohe Reifegrade, ausgedrückt in Grad Oechsle, erreicht und deshalb in Weinbergslagen angebaut werden kann, die für Riesling ungeeignet sind. Die aus Bacchus gewonnenen Weinen sind aromatisch und fruchtig.

Barbera
Rote Rebsorte, die unter der Herkunftsbezeichnung Barbera d'Alba und Barbera d'Asti (Ortschaften im Piemont) am bekanntesten ist. Sie ist in zahllosen anderen Rotweinen ein fester Bestandteil, weil sie Italiens am häufigsten angebaute rote Rebsorte ist. Die Barbera Traube ist unbequem spätreifend und die von ihr gekelterten Weine zeichnen sich durch ein hohes Mass an Säure aus. Diese Eigenschaften machen Barbera für den Anbau in warmen Anbaugebieten, wie im Süden Italiens, sehr geeignet. In jüngster Zeit erhält der Barbera wieder mehr Aufmerksamkeit. Die Ergebnisse, oft tieffarbig und fruchtbetont, können sich sehen lassen.

Barrique

Französicher Begriff für ein Holzfass mit einem Fassungsvermögen von 225 l. Findet weltweit bei der Bereitung von Spitzenweinen oder Weinen die als solche anerkannt und dementsprechende Preise erzielen sollen, Einsatz. Im Allgemeinen wird der Ausbau in Barrique nur für qualitativ hochwertige Weine angewandt, die für längere Lagerung vorbestimmt sind. Diese Weine müssen über viel Frucht, Tannine und Säure verfügen, um eine lange Reifezeit auf Flaschen nicht nur zu überleben, sondern zugleich an Qualität zu gewinnen. Durch den Ausbau im Fass gibt neues Holz ein Teil seiner Holztannine an den Wein ab, rundet Ecken und Kanten und fügt dem Wein Geschmack und Aromen (Holznoten, Aromen von Rauch, und vor allem Vanille) zu. Diese Wirkung nimmt mit dem Alter des Fasses ab. Das Holz- und Vanillearoma, sowohl in Rot- als auch in Weissweinen, wird heutzutage hochgeschätzt und als Qualitätsmerkmal angesehen. Da die Barriques teuer sind und nur hochwertiges Lesegut Barriqueausbau rechtfertigt, macht sich das im Preis des späteren Weins bemerkbar. Es gibt jedoch Billigalternativen, z.B. die Zugabe von Vanille- und Holzessenzen, oder der Einsatz von sogenannten Oak Chips (Holzspäne), die während der Gärung zugesetzt werden und dem Wein das Aroma des Holzes verleihen. Geschmacklich sind diese Weine häufig ihren kostspieligeren Vorbildern unterlegen, da die Vanille- oder Holznote den Wein völlig dominiert. Oft verbessern sich diese Weine durch Flaschenlagerung nicht und sind daher zum raschen Genuss geeignet.

Batonage
Periodisches manuelles Aufrühren der Hefe bei Weissweinen.

Beaujolais

Weinbaugebiet zwischen Burgund und Rhône im Osten Frankreichs und Name eines der bekanntesten Weine der Welt. Die roten Beaujolaisweine werden ausschliesslich aus der Gamaytraube gekeltert, während eine viel kleinere Menge Weisswein aus Chardonnay und Aligoté als Beaujolais Blanc auf den Markt kommt. Der Beaujolais ist der Prototyp eines fruchtbetonten, unkomplizierten Rotweins.

Beaujolais-Nouveau
Bezeichnung eines Rotweins aus dem gleichnamigen Gebiet südlich des Burgunds Der Wein, der aus der Gamaytraube gekeltert wird, zeichnet sich durch Frucht, lebendige Säure und tiefe Farbe aus. Der Beaujolais Nouveau gelangt jährlich am 11. November in den Verkauf. Die Weltbekanntheit des Weinstils Beaujolais-Nouveau hat als wesentlichen Nachteil, dass die Rebsorte Gamay nur als Produzentin belangloser Weine bekannt ist.

Beerenauslese

Eine der höchsten Qualitätsstufen der QmP-Hierarchie (Qualitätsweine mit Prädikat). Das Qualitätsprädikat wird nur Weinen aus überreifem und oft edelfaulem Lesegut zuerkannt. Die Beeren müssen einen Mindestreifegrad zwischen 110 und 128° Oechsle aufweisen. Maschinelles Ernten ist auf dieser Qualitätsstufe nicht erlaubt und auch nicht ausführbar. Jede einzelne Beere wird auf Grund ihrer Überreife im Weinberg per Hand ausselektiert, was die Weine sehr teuer macht. Während der Gärung wird nur ein Teil des im Most vorhandenen Zuckers in Alkohol umgesetzt, so behält der Wein eine Restsüsse, weshalb er auch Süssweine genannt wird.

Beerenreife
Das Mass für die Reife der Beeren. Damit verbunden ist die Entscheidung, die Beeren zu ernten. Der Anteil Zucker im Beerensaft ist dabei das wichtigste (jedoch nicht das einzige) Kriterium bei der Beurteilung der Reife und wird in Mostgewicht ausgedrückt. Da Zucker während der Gärung in Alkohol umgesetzt wird, kann man aufgrund des Mostgewichtes den zu erwartenden Alkoholgehalt des späteren Weins messen. Dabei gilt: je höher der Zuckergehalt, desto höher der Alkoholgehalt.

Bianco
Italienisch für weiss, also Vino Bianco = Weisswein. Es gibt zusätzlich eine Reihe italienischer Weißweine, die unter einer DOC-Bezeichung als "Bianco di-", meistens gefolgt von einem Gebietsnamen, auf den Markt gebracht gelangen. Der Wein ist oft ein Verschnitt vieler verschiedener lokal angebauter Rebsorten, die nur manchmal auf der Flasche erwähnt werden, da das europäische Gesetz die Angabe von mehr als zwei Rebsorten verbietet.

Biologischer Säureabbau
Begriff für einen biologischen Vorgang in der Weinbereitung. Dabei wird die im Wein enthaltene, Apfelsäure in Milchsäure umgesetzt. Für diesen Prozess wird auch häufig der Begriff malolaktische oder zweite Gärung (Malum=Apfel, Laktis=Milch) angewandt. Beide Begriffe sind nicht ganz korrekt, da die Gärung eine Aktivität der Hefe ist, während der biologische Säureabbau von einer Bakterienart verursacht wird. Der BSA mildert die Säure im Wein, gleichzeitig entstehen geschmackliche Komponenten, die den Wein komplexer, also interessanter machen. BSA kann sowohl bei Rot- als auch bei Weissweinen angewandt werden.

Blanc de Blancs
Französischer Begriff für einen Wein, der ausschliesslich aus weissen Weintrauben stammt (Weisser von Weissen). Die andere Variante ist der "Blanc de Noirs", ein Weisswein, der nur aus roten Rebsorten gekeltert wird. Dabei wird bei der Kelterung nur der Saft von roten Trauben (ohne Schalen) verwendet und es entsteht ein Weisswein.

Blanco
Spanisch für weiss, Vino Blanco = Weisswein.

Blauburgunder
Synonym für Pinot Noir. Sieh Pinot Noir.

Blauer Zweigelt
Rote Rebsorte, die das Ergebnis einer Kreuzung aus Blaufränkisch mit St. Laurent ist.

Blaufränkisch
Rote Rebsorte, mit Heimat im österreichischen Burgenland. Sie ist aber in ganz Zentral-Europa anzutreffen. Die von ihr gekelterten Weine sind tieffarbig und fruchtbetont, ausserdem verfügen diese Weine über ein relativ viel Säure.

Blinddegustation
Weinprobe, bei der die Weine dem Verkoster unbekannt sind, entweder weil die Flaschenetikette verhüllt ist, oder aber die Verkoster nur ein oder mehrere Gläser vor sich haben. Das Ziel einer Blindverkostung ist häufig das Identifizieren des Weins, in Bezug auf Rebsorte, Herkunft und Jahr der Produktion. Wenn der Verkoster vorher nichts über den Wein weiß, wird er gezwungen, die Qualität des Weines festzustellen, ohne beeinflusst zu werden von Preis oder Name (Renomée) des Weines.

Bodega
Spanischer Bezeichnung für Weinkeller. Auf dem Etikett von Weinflaschen bedeutet es in der Regel das Gut, bei dem Wein gekeltert wurde. Das bedeutet aber nicht, dass es sich auch wirklich um Weintrauben dieses Guts handelt.

Botrytis
Botrytis Cinerea = Ist ein Pilz, der die Reben bei feuchten Wetterbedingungen befallen kann. Im schlechtesten Fall kann er eine ganze Ernte zerstören, in diesem Fall mit der Bezeichnung Roh- oder Graufäule. Im günstigsten Fall aber spielt er die Hauptrolle (Edelfäule) bei der Produktion der berühmtesten Süssweine der Welt. Dieser Pilz zerstört die Beerenhaut in dem er sie durchlöchert und so Wasser und Nahrungsstoffe aufnimmt. Das führt zu einer Konzentration des Beerensaftes und dadurch auch des Zuckergehalts. Wenn darauf eine Trockenperiode folgt, trocken die Beeren aus und schrumpfen zusammen. Es entsteht ein konzentrierter, sehr süsser Saft, aus dem edelsüsse Weine, aber auch die weltbekannten Sauternesweine bereitet werden. Rebsorten mit einer dickeren Beerenhaut sind weniger anfällig für Botrytis. Der Pilzbefall ist bei roten Rebsorten problematischer als bei weissen, da er einen Farbverlust und unerwünschte Nebengerüche im Wein verursacht. Das Auftreten des Pilzes ist wetterabhängig, die Produktion von edelfaulen Weinen also nicht jedes Jahr garantiert und möglich.

Brunello
Ein hochwertiger Klon der Sangiovesetraube, eine rote Rebsorte die ein Hauptbestandteil des Chianti ist. Brunello wurde etwa 1888 in der Toskana entdeckt. Er wird reinsortig zu einem sehr langlebigen und exklusiven Wein, dem Brunello di Montalcino, verarbeitet. Die Auflagen für diesen Wein sind streng, sie schreiben eine Fasslagerung von 42 Monaten vor. Das bedeutet, dass nur hochwertiges Erntegut verwendet werden kann, da nur dieses diese lange Periode überstehen und erst noch an Qualität gewinnen wird. Aus diesem Grund sind auch die hohen Preise, die für die Brunello-Weine erzielt werden, verständlich.


Brut
Französischer Begriff für roh oder herb (sehr trocken). Die Bezeichnung wird normalerweise für Schaumweine verwendet und ist ein Indiz für das Mass an Restsüsse im Wein. Ein Schaumwein mit der Bezeichnung "brut" hat weniger als 15 g/l Restzucker und ist geschmacklich trocken bis sehr trocken. Die Begriffe "Ultra Brut", "Brut Zéro" oder "Brut Sauvage" deuten auf Weine ohne Restsüsse hin. Von Gesetzes wegen ist in diesen Weinen eine Restsüsse bis maximal 6 g/l erlaubt. Weitere Begriffe, die einen Hinweis auf den Geschmack geben sind: Extra Sec - Restsüsse von zwischen 12 und 20 g/l; Sec - 17-35 g/l; Demi-sec - 33-50 g/l; Doux - 50 g/l und mehr.


Cabernet Franc

Rote Rebsorte, die vor allem aus dem Bordeaux bekannt ist. Dort ist im Verschnitt mit Cabernet Sauvignon und Merlot für zahlreiche Spitzenweine verantwortlich. Im Gegensatz zu Cabernet Sauvignon spielt Cabernet Franc nur eine, wenn auch nicht unwichtige, Nebenrolle. Die beiden Rebsorten sind vor allem im Geschmack ähnlich. Jedoch verfügt Cabernet Franc über weniger Säure und Tannin, während das Bukett der Weine insgesamt weniger komplex als das der Cabernet Sauvignon-Weine wirkt. Nicht zuletzt trifft man Cabernet Franc oft im Nordosten Italiens an. Die von ihr gekelterten Weine werden auf dem Etikett lediglich als Cabernet berzeichnet, weshalb häufig nicht klar ist, ob es hier um Cabernet Sauvignon oder Cabernet Franc handelt. Das Weingesetz Italiens erlaubt bei der Bezeichnung "Cabernet" beide Rebsorten. Nur eine Bezeichnung Cabernet Sauvignon verpflichtet den Erzeuger oder Abfüller, mindestens 95% der genannten Rebsorte für die Kelterung zu verwenden.

Cabernet Sauvignon
Rote Rebsorte, bekannt durch die Hauptrolle in Bordeauxweinen und ihren vielen Nachahmungen. Cabernet Sauvignon erlebt eine ähnliche Popularität wie Chardonnay. Das ist vor allem darauf zurückzuführen, dass der Wein den Namen der Rebsorte trägt. Ein weiterer Vorteil dieser Traube: Wo sie auch gepflanzt wird, zeigt sie einen Teil ihres Charakters. Cabernet Sauvignon aus wärmeren Weinbaugebieten zeigt sich oft sehr fruchtbetont mit weniger Anteil Tannin. Dadurch sind die Weine früher trinkreif, büssen aber auch an Lagerfähigkeit ein. Vor allem Kalifornien, Chile und Australien werden solche Weine produziert, die den französischen Vorbildern bezüglich Qualität aber auch Preis kaum nachstehen.

Canaiolo Nero
Rote Rebsorte, die traditioneller Bestandteil des Chianti ist.

Cannonau
Italienische Bezeichnung für eine rote Rebsorte, die im Süden Frankreichs als Grenache und in Spanien als Garnacha bekannt ist. In Italien wird sie am häufigsten auf Sardinien angebaut, wo sie unter der Bezeichnung Cannonau di Sardegna alkoholreiche, schwere Rotweine hervorbringt.

Cantina
Italienisch für Weinkeller. Es kann sich um eine Bezeichung für den Lagerraum für Weinflaschen als auch eine Weinkellerei, wo effektiv Wein vinifiziert wird handeln. Eine Cantina Sociale ist eine Winzergenossenschaft.

Carignan
Häufigste in Frankreich angebaute rote Rebsorte. In Italien mit der Bezeichnung Carignano, Spanien als Cariñena bekannt. Sie bringt hohen Erträge, was neben der Tatsache, dass sie spätaustreibend ist, Hauptgrund für ihre Popularität sein dürfte.

Carmignano
Toskanischer Rotwein aus dem gleichnamigen Anbaugebiet, westlich von Florenz. Für die Produktion von Carmignano werden die gleichen Rebsorten wie für Chianti verwendet: Hauptsächlich Sangiovese, Hauptrebsorte der toskanischen Rotweine, sowie ein Zusatz von Cabernet Sauvignon.

Catarratto
Am häufigsten angebaute weisse Rebsorte Siziliens. Catarratto liefert hohe Erträge per ha. Mit einem gedrosselten Ertrag per ha und einer seriösen Kelterung können charaktervolle Weine produziert werden. Die Catarrattoweine zeichnen sich durch eine gewisse Würze in der Nase aus und sind meistens alkoholreich.

Cava
Spanischer Schaumwein der im gleichen Verfahren wie Champagner hergestellt wird. Cava ist sowohl der Name der garantierten Herkunftbezeichnung (in Spanien DO, nach Denominación de Origen, genannt), als auch die gesetzlich festgelegte Methode der Herstellung. Das Hauptproduktionsgebiet der Cava liegt in Katalonien, jedoch darf Cava auch in anderen DO-Gebieten in Spanien produziert werden. Der Wein muss wie Champagner hergestellt werden, sowie neun Monate auf der Flasche gelagert sein, bevor er als Cava in den Handel gebracht werden kann.

Cave
Französisch für Keller. Bezeichnet einen Lagerraum für Fässer oder Flaschen, sowie den Ort, in dem der Wein gekeltert wird. Eine Cave Co-opérative ist eine Winzergenossenschaft.

Cépage
Französisch für Rebsorte. Seit dem weltweiten Erfolg der "varietal wines", Weine die aus einer Rebsorte, z.B. Cabernet Sauvignon oder Chardonnay, gekeltert sind und deren Namen prominent das Etikett prägen, sind immer mehr Winzer auf diese Vermarktungsweise übergegangen. Das französische Weingesetz erlaubt diese Bezeichnung nur (vom Elsass abgesehen), wenn die Weine als Vin de Pays (niedrigste Qualitätsstufe) auf den Markt gelangen. Paradoxerweise sind die meisten dieser Weine dieser Kategorie weit überlegen und zeigen so, dass das französische Weingesetz mit modernen Entwicklungen nicht Schritt halten kann. Der Trend zu rebsortenreinen Weine hat sich für den Konsumenten sicherlich aufklärend ausgewirkt und den Weinkauf vereinfacht.

Cerasuolo
Bezeichnung für einen leichten, im Stil wie ein Rosé, produzierten hellen roten Wein. Der Einsatz modernster Kellertechnik und der Ausbau in Barriques haben einen Stilwechsel des Weines hervorgerufen. Der Produzent hat so die Möglichkeit, verschiedene Versionen herstellzustellen. Einerseits den traditionellen, für baldigen Konsum geeigneten leichten Wein. Andererseits einen körperreichen, qualitativ hochwertigen Wein, der sich auch für eine längere Flaschenlagerung eignet.

Champagner
Schaumwein, der mit dieser Bezeichnung ausschliesslich aus dem Gebiet der Champagner, nordöstlich von Paris, produziert werden darf. Das Anbaugebiet ist gesetzlich in einer kontrollierten Herkunftbezeichnung (AOC) festgelegt, aber auch die für die Produktion erlaubten Rebsorten (die weisse Chardonnaytraube und die beiden roten Pinot Noir und Pinot Meunier). Ausserdem ist auch Bereitungsverfahren, die sogenante Méthode Champenoise, vorgeschrieben. Die roten und weissen Trauben werden wie ein Weißwein gekeltert (erste Gärung). Anschliessend wird ein Cuvée, ein Verschnitt aus verschiedenen Weinen, zusammengestellt, die Assemblage. Der Wein wird anschliessend in Flaschen abgefüllt und einer Zucker- und Hefemischung, die Liqueur de Tirage, zugesetzt. In der Flasche kommt es zu einer zweiten Gärung, die bei dieser 2. Gärung entstehende Kohlensäure darf nicht entkommen, sondern löst sich im Wein auf und bildet so den Schaum im Champagner.

Chaptalisieren
Anreichern auf Französisch. das nach dessem Befürworter Jean-Antoine Chaptal (1756-1832) benannt ist.

Chardonnay
Weisse Rebsorte, ursprünglich bekannt aus dem Burgund, heute Basis vieler berühmten Weissweine. Der Modewein der aktuellen Zeit. Heute wird diese Rebsorte wohl in jeder Weinregion der Welt angebaut. Die Rebsorte ist nicht sehr anspruchsvoll und bringt einen relativ hohen Ertrag von hoher Qualität. Die Weine haben eine gewisse Neutralität, dadurch eignen sie sich für eine Vielzahl von Kellertechniken, wie z.B. Gärung in Barrique, die den Wein geschmacklich beeinflussen. Chardonnay zeigt sich dadurch in ganz verschiedenen Nuancen, von relativ schweren, stark holzbetonten Weinen mit Noten von Vanille, bis zu fast hager wirkenden, eleganten Chablis. Weine der neuen Welt weisen häufig Aromen tropischer Früchte auf. Davon abgesehen ist Chardonnay eine der drei Rebsorten, die für die Produktion von Champagner als Basis verwendet wird.

Chasselas
Meist angebaute Tafeltraube in Frankreich. Chasselas trifft man in der Loire, Savoie und im Elsass an. In keinem der Gebiete geniesst die Rebsorte wirklich Ansehen, mit ein Grund sind die hohen Erträge und die eher sehr leichte Weine. Mit guter Arbeit im Weinberg und im Weinkeller kann aber auch ein attraktiver Wein produziert werden. So werden Genfer See unter anderem als Dézaley ernstzunehmende, qualitativ hochstehende Weine hergestellt. Synomym: Gutedel, Fendant, Perlan, Dorin

Château
Französisch für Schloss auch (Wein)Gut. Die Bezeichnung Château auf dem Etikett ist in Frankreich nur erlaubt, wenn es effektiv über eigene Weinberge verfügt. Wird der Wein auch auf dem Gut abgefüllt, erfolgt auf dem Etikett der Hinweis "Mis en bouteille au Chateau".

Chenin Blanc

Weisse Rebsorte, vor allem in der Loire angebaut wird. Daraus werden verschiedene Weinstile, Schaumwein, trockener und halbtrockener Weisswein, bis zu edelsüssen Weinen gewonnen. Die verschiedenen Weinstile stehen im Zusammenhang mit der Reife des Leseguts bei der Ernte. Kaum reife Beeren, mit einem ein hohen Mass an Säure, werden für die Schaumweinproduktion verwendet. Die reifsten Beeren, oft von Edelfäule befallen, werden zu den edelsüssen Weinen verarbeitet. Chenin Blanc trifft man auch in Südafrika, dort ist sie die am häufigsten angebaute weisse Rebsorte.

Chianti
Wohl berühmtester italienischer Rotwein mit gleichnamigem Anbaugebiet. Sowohl der Wein als auch das Gebiet verfügen über die gesetzlich geschützte Herkunftsbezeichnung DOCG (Denominazione di Origine Controllata e Garantita). Das Chiantigebiet ist in sieben Teilgebiete unterteilt, wovon das bekannteste Chianti Classico. Der Wein ist fast ausnahmslos ein Verschnitt verschiedener Rebsorten, muss aber aus 60-90% Sangiovese bestehen. Die restlichen 10-40% werden durch lokale Rebsorten abgedeckt, wobei Cabernet Sauvignon als Verschnittspartner für Sangiovese mehr und mehr Überhand nimmt. Der typische Chianti hat eine mitteltiefe, kirschrote Farbe, erinnert in der Nase oft an rote Früchte, untermalt von Holz, in dem der Wein ausgebaut wurde (falls im Fass ausgebaut).

Chiaretto
Italienische Bezeichnung für Rosé aus dem Gebiet des Gardasee. Auch Bardolino, gekeltert als Rosé, kann wird mit dieser Bezeichnung auf den Markt gebracht. Ausserdem gibt es Chiaretto auch als Spumante.


Cinsaut
Rote Rebsorte, die vor allem im Süden Frankreichs angebaut wird. Cinsaut ist unkompliziert: sie widersteht sommerlicher Hitze sehr gut, ist frühreifend und ergibt hohe Erträge. Die Rebsorte wird meistens als Verschnittpartner unterschiedlicher Weine benutzt. Ihr Bekanntheitsgrad beruht eher auf der grossen Verbreitung in Südfrankreich als auf ihrer Qualität.

Claret
Englischer Allgemeinbegriff für alle Rotweine aus dem Anbaugebiet des Bordeaux. Die Bezeichnung findet ihren Ursprung im Mittelalter, als die damaligen Rotweine viel heller in der Farbe waren, als wir sie heutzutage aus Bordeaux kennen, und deshalb "Clairet" und im Englischen "Claret", hell, genannt wurden. Diese leichte Farbe wurde durch eine sehr kurze Gärung auf der Maische, möglicherweise nur ein paar Tage, verursacht. Rotwein bekommt seine Farbe von den Schalen der Weintrauben. Je kürzer der Wein während der Gärung mit den Schalen in Kontakt ist, desto weniger Farbstoffe können an den Wein abgegeben werden. Heutzutage ist "Clairet" die Bezeichnung für einen Rosé, der in Bordeaux hergestellt wird.

Classico
Italienischer Begriff, mit dem das ursprüngliche Zentrum eines DOC-Anbaugebietes angedeutet wird. Oft ist das Gebiet, aus kommerziellen Gründen über diese historische Grenze erweitert, wo ein vergleichbarer Wein, aus denselben Rebsorten, unter dem gleichen Namen produziert werden darf (ohne den Zusatz Classico). Im erweiterten Gebiet sind die Voraussetzungen für Weinbau meistens anders und nicht so günstig wie im Ursprungsgebiet. Da das italienische Weingesetz im Classicogebiet sehr hohe Erträge pro ha zulässt, sagt die Nachsilbe Classico nichts über die Qualität des Weines aus.

Clos
Französisch = umzäunt. Steht für einen, meistens von einer Mauer abgeschlossenen Weinberg. Der Name darf nur auf dem Etikett erscheinen, wenn ein Weingut effektiv über einen derartigen Weinberg verfügt und der Wein auch aus seinem Ertrag produziert worden ist. Häufig existiert die Umzäunung nicht mehr, muss aber historisch nachweisbar sein.

Colombard
Weisse Rebsorte, die traditionell, zusammen mit Ugni Blanc und Folle Blanche, in der Produktion von Cognac und Armagnac ihren Einsatz findet. Die Rebsorte zeichnet sich durch eine relativ hohe Säure (die für die Produktion von Destillaten ideal ist) und einen niedrigen Alkoholgehalt aus. In Kalifornien und Süd-Afrika erlebt Colombard einen Aufschwung. In diesen heissen Weinbaugebieten wird ihr hohes Mass an Säure sehr geschätzt und mit modernsten Kellertechniken werden fruchtbetonte Weine gekeltert.

Cortese
Weisse Rebsorte die vor allem im Piemont angebaut wird. Unter den aus Cortese produzierten Weinen geniesst der Gavi grosse Popularität. Häufige Merkmale sind die relativ hohen Säure, ein neutrales zitronenähnliches Bukett der verhältnismässig hohe Alkoholgehalt. Die meisten Exemplare sind jedoch eher bescheiden.

Cosecha

Spanisch für Jahrgang und die Weinproduktion einer Ernte aus einem einzigen Jahr. Eine Jahrgangsangabe auf einem Weinetikett garantiert, dass der Wein aus diesbezüglichem Jahr stammt.

Cot
Synonym für die rote Rebsorte Malbec, die eine kleine Nebenrolle bei den roten Bordeauxweinen spielt, als Cot aber eine Hauptrolle in Cahors (im Südwesten Frankreichs).

Côte
Französisch für Hang. Oft bedeutet es, dass der Weinberg an einem Hang liegt oder mindestens eine Neigung aufweist. Dabei wird davon ausgegangen, dass diese Weinberge bessere Weine hervorbringen, als Weine in der Ebene. Hänge oder Hügel haben meistens dünnere, weniger fruchtbare Böden als Ebenen, was einen geringeren Ertrag per Rebstock ergibt, zugleich aber höhere Qualität bedeuten kann. Auch die Sonneneinstrahlung spielt vor allem in gemässigten Anbaugebieten eine grosse Rolle. Die Südwest- oder Südost-Ausrichtung des Weinbergs kann die Reife der Reben entscheidend beeinflussen.

Crémant
Bezeichnung für französische Schaumweine, die nach dem Champagnerverfahren (Méthode Champenoise) produziert werden, es aber auf dem Etikett nicht erwähnen dürfen. Der Begriff wurde in den 80er Jahren eingeführt, als die E.U-Gesetzgebung den Ausdruck Méthode Champenoise ausschließlich für Schaumweine der Appellation Champagner reservierte. Schaumweine die ausserhalb der Champagne, aber nach gleichem Verfahren produziert werden, dürfen dies auf dem Etikett nur mit einer der folgenden Aufschriften kennbar machen: "Méthode Traditionelle", "Fermentation en Bouteille selon la Méthode Champenoise, Méthode Classique und Méthode Traditionelle Classique.

Criado y embotellado oder Engarrafado de Origen
Spanisch für Erzeugerabfüllung.

Crianza
Spanischer Begriff für "erziehen" oder "pflegen" und bezieht sich auf eine gesetzlich festgelegten Periode von Holzfass- und Flaschenreife, die der Wein durchgemacht haben muß. Ein Crianzawein muss mindestens zwei Jahre, davon 6 Monate im Fass, gereift sein, bevor er unter diesem Namen in den Verkehr gebracht werden darf. Sin Crianza heisst wörtlich "ohne Erziehung" und deutet auf Weine, die im Jahr folgend auf die Ernte, mit oder ohne Holzfassreife, freigegeben werden.

Cru
Französisch für "Gewächs". Der Begriff bezieht sich auf einen Weinberg, der Weine hervorragender Qualität hervorbringt. In der langen Geschichte des französischen Weinbaus hat sich herausgestellt, dass bestimmte Weinberge oder Lagen, zum Teil unabhängig von Jahrgangsunterschieden, qualitativ hochwertigere Weine hervorbringen als andere. Das französische Gesetz versucht diese Leistungsunterschiede in geographischen Hierarchien (Appelation d'Origine Controllée oder kontrollierte Herkunftsbezeichnung genannt) festzulegen. Dabei ist die Bezeichnung Cru eine der höchsten Qualitätsstufen. Innerhalb eines Weinbaugebietes ist noch eine weitere, detailliertere Aufteilung möglich, bei dem es z.B. im Burgund Crus, Premiers Crus und Grands Crus gibt. In Bordeaux sind nicht nur die Weinberge als Crus klassifiziert, sondern auch die individuelle Leistung der einzelnen Weingüter wird in dieser Hierarchie einbezogen.

Cuvée
Französischer Begriff und abgeleitet von "Cuve" (Fass). Der Begriff hat verschiedene Bedeutungen. Bei der Champagnerproduktion bezieht es sich auf das Pressen der Weintrauben. Je sanfter die Weintrauben gepresst werden, desto feiner wird der spätere Wein sein. Cuvée ist der erste Teil des Saftes, der aus der Presse läuft, während die zweite, weniger schonende Pressung, Taille genannt, unter größerem Druck ausgeführt wird. Cuvée kann auch eine Bezeichnung für eine Mischung verschiedener Weine sein, wird dann aber häufiger als Assemblage bezeichnet. Nicht zuletzt trifft man den Begriff als "Tête de Cuvée" auf Etiketten an, mit dem manchmal die besten Weine eines Produzenten ausgezeichnet werden. Der Begriff wird vom französischen Weingesetz nicht geschützt, es handelt sich also nicht eindeutig um eine Qualitätsgarantie.


Dégorgieren
Dégorger bedeutet auf französisch "reinigen" oder "säubern". Der Ausdruck dégorgieren stammt davon ab und beschreibt einen Vorgang bei der Champagnerproduktion. Dabei wird die nach der zweiten Gärung abgestorbene und als Niederschlag in der Flasche ausgeschiedene Hefe entfernt. Der feine Niederschlag gelangt in den Flaschenhals durch Rütteln der Flasche (Rémuage) und die darauffolgende senkrechte Positionierung. Dadurch, dass der Hals durch eine chemische Lösung gezogen wird, gefriert der Niederschlag. Der Kronkorken schliesst bis zu diesem Zeitpunkt die Flasche ab und wird nun entfernt. In diesem Moment wird der Eispropfen mit Kraft aus der Flasche geschleudert.

Dekantieren
Bei diesem Verfahren wird der Wein in eine Karaffe geschenkt. Der Hauptgrund zum Dekantieren liegt darin, dass der Wein, der bei längerer Lagerung in Flaschen eventuell Ausscheidungen bildet, wieder davon getrennt wird. Diese Ausscheidung, auch Depot genannt, trübt möglicherweise den Wein und verbittert den Geschmack. Ein weiterer Grund für das Dekantieren ist, dass sich das Bukett im Wein durch die Sauerstoffzuführung schneller entwickeln kann als in einem Glas. Für die Behandlungsfolgen gibt es jedoch noch keine eindeutige Bestätigung. Bei Weinen, die ihren Zenit schon überschritten haben, kann sich das Dekantieren sogar nachteilig auswirken. Der Einfluss des Sauerstoffs bewirkt, dass ein Teil der Nuancen rasch verloren geht und der Wein dadurch plump und flach wirkt. Jedoch bei jungen, tanninreichen Weinen kann das Dekantieren diesen weicher erscheinen lassen. Die Weinflasche eine Stunde vorher zu entkorken, um ihn "atmen" zu lassen, ist ein weit verbreiteter Brauch, der aber nicht den gewünschten Erfolg mit sich bringt. Der Sauerstoff gelangt nur an die Oberfläche des Weins und diese ist zu klein.

Demi Sec
Bezeichnung für einen süssen Schaumwein.

Denominación de Origen (DO)

Spanische für gesetzlich festgelegtes Weinbaugebiet. Die Produktion wird kontrolliert. Die erlaubten Rebsorten und auch die Verarbeitung bestimmten Regeln unterworfen. Als DO kann ein Wein nur dann vermarktet werden, wenn die Anforderungen des Consejo Regulador erfüllt sind. Das Consejo Regulador ist ein Komitee, das sich aus Beamten des Agrarministeriums, lokalen Winzern, Weinhändlern und des Instituto Nacional de Denominaciones de Origen (INDO) zusammensetzt. Sie bestimmen sie die Grenzen des Anbaugebietes, die Rebsorten und die Ertragshöhe per ha.

Denominazione di Origine Controllata (DOC)
Italienischer Begriff für einen Wein mit kontrollierter und garantierter Herkunft. Diese Bezeichnung kann nur Weinen der Spitzenkategorie verliehen werden (theoretisch). Das Gesetz schreibt strenge Regeln beim Anbau und der Produktion der Weine vor. In der Praxis gilt, dass der Name und die Leistung des Produzenten ein besserer Leitfaden sind.

Denominazione di Origine Controllata e Garantita. (DOCG)
talienischer Begriff für einen Wein mit kontrollierter und garantierter Herkunft. Diese Bezeichnung kann nur Weinen der Spitzenkategorie verliehen werden (theoretisch). Das Gesetz schreibt strenge Regeln beim Anbau und der Produktion der Weine vor. In der Praxis gilt, dass der Name und die Leistung des Produzenten ein besserer Leitfaden sind.


Dessertweine
Bezeichnung für Weine mit einem hohen Restzuckergehalt. Wird meistens als Begleitung von Nachspeisen gereicht. Als Regel gilt, dass der Wein süsser als die Nachspeise sein sollte, da der Wein sonst eher dünn und unangenehm schmecken kann. Sie eignen sich aber auch als Kontrast mit der Nahrung: süss und salzig wie z.B. Süsswein und Käse.

DO
Spanische Abkürzung für Denominación de Origen.

DOC

Italienische Abkürzung für Denominazione di Origine Controllata.

DOCG
Italienische Abkürzung für Denominazione di Origine Controllata e Garantita.

Dolce
Italienisch für süss.

Dolcetto
Rote Rebsorte, die vorwiegend im Piemont, im Nordwesten Italiens angebaut wird. Die aus Dolcetto gekelterten Rotweine sind oft fruchtbetont und werden eher als süss empfunden, insgesamt eher weich. Die Dolcetto-Rebe ist eher anspruchslos im Weinberg: Sie ist, im Vergleich zu Nebbiolo frühreifend und erreicht auch noch gute Reife in Lagen, die für Nebbiolo zu kalt sind. Die aus ihr gekelterten Weine sind für den direkten Verbrauch geeignet. Von den Dolcettoweinen dürfte der Dolcetto d'Alba der bekannteste und auch beste sein.

Domaine
Französisch für Gut (auf Flaschenetiketten Weingut). Der Zusatz "Mis(e) en bouteille(s) au domaine" ist ein Hinweis für einen Wein, der auf diesem Gut produziert und abgefüllt ist.

Dosage
Französischer für ein Verfahren, das bei der Zubereitung von Schaumweinen (insbesondere Champagner) angewandt wird. Dabei wird deren Restsüsse bestimmt. Den meisten Schaumweinen (abgesehen von sehr trockenen Weinen) wird nach dem Dégorgieren eine Wein-Zuckerlösung, die "Dosage" oder "Liqueur d'expédition" zugesetzt. Dabei ist die beigefügte Menge Zucker vom angestrebten Weinstil (Brut, Extra-Sec, Sec, Demi-Sec oder Doux) abhängig.

Doux
Französisch für (sehr) süss. Die Bezeichung steht für Weine mit einer Restsüsse von 20-30 g/l. Vins Doux Naturels weist auf "natürliche Süssweine" hin. Das sind Weine deren Restsüsse durch eine vorzeitige Unterbrechung der Gärung, bevor aller Zucker in Alkohol umgesetzt wird, zustande kommen. Das Stoppen der Gärung wird durch Zugabe von Alkohol bewirkt, es entsteht eine hochgradige Lösung, bei der die Hefe abstirbt. Der Zucker, der nicht mehr in Alkohol umgesetzt worden ist, verleiht dem Wein seinen süssen Geschmack.

Dry
Englischer Begriff für trocken. Der Wein wird trocken genannt, wenn er keine wahrnehmbare Süsse mehr im Geschmack aufweist. Weine mit der Bezeichnung dry können aber dennoch bis zu 10g/l oder mehr Restzucker haben.

Dulce
Spanisch für süss


e
Das e-Zeichen auf einer Flasche bedeutet, dass sie gemäss den Vorschriften der EU und innerhalb der EU abgefüllt worden ist. Mit dieser Angabe können Flaschen ohne weiteres innerhalb von Europa exportiert werden. Flaschen ohne diesen Vermerk können langwierigen Kontrollen unterworfen werden.

Edelfäule

Deutsche Bezeichnung für Botrytis (Pilz der bei der Entstehung der Edelfäule eine wichtig Rolle spielt)..

Eiswein
Wein der höchsten Qualitätsstufe (ab 110° Oechsle). Das entscheidende Kriterium für die Herstellung ist der Reifegrad des Leseguts und des danach ausgerichteten Erntezeitpunkts. Der Eiswein wird bei Temperaturen unter -8° geerntet und gepresst, die Beeren dürfen aber nicht von Edelfäule befallen sein. Bei dieser Bearbeitung bleiben Eiskristalle in der Presse übrig, während der sehr süsse Saft, der einen niedrigeren Gefrierpunkt als Wasser hat, aufgefangen wird. Die Beeren bleiben mindestens bis Ende November, oft länger, am Rebstock hängen. Die hohen Peise, die für Eisweine bezahlt werden müssen sind auf 2 wesentliche Faktoren zurückzuführen. Einerseits birgt die sehr späte Ernte Risiken. Andererseits die doch spezielle Produktionsmethode, die wesentlich geringeren Ertrag pro ha bringt als die konventionelle Ernte.

Ermitage
Weisse Marsanne-Rebe aus dem französischen Rhônetal, angebaut im Wallis.

Erzeugerabfüllung

Bezeichnung. die nur auf der Wein-Etikette erwähnt werden darf, wenn der Wein vollständig von eigenen Rebgut des Erzeugers produziert, gekeltert und abgefüllt worden ist.

Estate Bottled

Amerikanisches Pendant zur Erzeugerabfüllung. Wein mit dieser Bezeichnung auf der Etikette darf nur von gutseigenen Trauben produziert werden: Die Weinberge müssen auch auf der Etikette erwähnten Anbaugebiet (AVA, American Viticultural Area genannt) liegen.

Extra Sec (oder Extra Dry)
Begriff für "trocken" bei Schaumwein.


Fattoria
Italienischer Bezeichung für einen Hof oder ein Gut das Landbau betreibt. Auf der Flaschenetiketten bezieht sich der Begriff auf das Gut, das den Wein produziert hat. Siehe auch Azienda.

Fendant
Walliser Weisswein, der aus der Chasselas-Traube hergestellt wird. Der wohl bekannteste Wein der Schweiz.

Fino
Spanischer Bezeichnung für einen der vier Sherrystile, neben Amontillado, Manzanilla und Oloroso. Daneben steht es auch für eines der zwei Basisverfahren bei der Sherryproduktion.

Flaschengärung

Bei der Produktion von Schaumweinen angewandtes Verfahren, auch "zweite Gärung" genannt. Siehe Champagner.

Folle Blanche
Weisse Rebsorte, die ursprünglich für die Cognacproduktion in Frankreich angebaut wurde. Seit der Reblausepidemie am Ende des 19. Jahrhunderts ist sie immer mehr durch die Ugni Blanc ersetzt worden. Das liegt daran, dass sich la Folle Blanche nicht gut auf reblausresistente amerikanische Reben propfen ließ.

Freisa
Rote Rebsorte, die vor allem im Piemont, in Italien angebaut wird.

Frizzante
Italienische Bezeichnung für "perlend". Der Begriff wird verwendet für leicht schäumende Weiss- (z.B. Moscato d'Asti) und oft auch Rotweine (z.B. Lambrusco). Es gibt zwei unterschiedliche Herstellungsweisen. Bei der ersten Methode wird der Wein, bevor der gesamte Zucker in Alkohol und Kohlensäure umgesetzt ist, in Flaschen abgefüllt. In der Flasche geht die Gärung weiter, die noch entstehende Kohlensäure löst sich im Wein auf. Die zweite Methode ist auch eine unterbrochene Gärung. Wenn der halbfertige Wein einen bestimmten, tiefen Alkoholgehalt ausweist, wird er gekühlt (hat Hemmung der Hefe-Aktivität zur Folge) und gefiltert, dabei wird die Hefe ausgeschieden. Danach gelangt der Wein in einen abschließbaren Tank und es wird ihm Zucker und Hefe zugefügt. Eine zweite Gärung beginnt, die auch wieder unterbrochen wird, sobald der verlangte niedrige Alkoholgehalt erreicht ist. Anschliessend wird der Wein gefiltert und unter Druck in Flaschen abgefüllt Die durch die Gärung entstandene Kohlensäure kann bei diesem Verfahren dem Wein nicht entkommen. Der Schaumwein weist eine leichte Restsüsse auf.

Furmint
Weisse Rebsorte, die hauptsächlich in Ungarn als wichtigster Bestandteil des berühmten Süssweins Tokay, angebaut wird.


Gamay
Rote Rebsorte, die vor allem durch die Beaujolais-Weine, bekannt ist. In der Schweiz um Genf und La Côte verbreitet. Nicht sehr anspruchsvolle Rebsorte mit hohem Ertrag. Guter Gamay ist leicht, spritzig, fruchtig und süffig.

Garganega
Weisse Rebsorte des Veneto (Italien). Sie ist der Hauptbestandteil des Soave, ein Verschnitt mit minimal 70% Garganega, häufig ergänzt mit Trebbiano, Pinot Bianco oder der verbreiteten Chardonnay, die ergänzend verwendet werden dürfen. Garganega liefert hohe Erträge per ha, was eine Erklärung für den günstigen Preis der meisten Soave-Weine ist. Bei gewissenhafter Arbeit und beschränkten Erträgen kann Garganega durchaus auch elegante Weine hervorbringen.

Gärung
Die Gärung ist ein biochemischer Prozess, bei dem die Hefe den Zucker des Beerensaftes in Alkohol und Kohlensäure umsetzt. Dabei werden gleichzeitig geschmacks- und Geruchsstoffe gebildet. Die Hefe ist ein Mikroorganismus der im Weinberg, auf dem Weinstock und allerdings geringfügig, auch auf der Traube vorkommt. Die Hefe gelangt dadurch mit der Ernte in die Kellerei, wo sie ihre Arbeit, die Gärung, aufnimmt und verrichtet. Die Gärung ist eine Folge des Stoffwechselprozesses der Hefe. Um zu überleben und fortzupflanzen benötigt sie Nahrung. Diese findet Sie im Rebsaft (Vitamine, Mineralien, Stickstoff und Zucker). Zucker benötigt die Hefe als Energiequelle für ihr Wachstum. Dabei wird der Zucker in einer Reihe von chemischen Reaktionen in Alkohol und Kohlensäure umgesetzt. Ist wenig oder kein Sauerstoff vorhanden, produziert die Hefe Alkohol. Ein weiterer Grund die Gärung ohne Sauerstoffzufuhr statt finden zu lassen, ist die sogenannte wilde Hefe. Es gibt zwei Gruppen von Hefen: die Weinhefe (Saccharomyces Cerevisiae), die unter sauerstoffarmen Bedingungen funktionieren kann, und die wilde Hefe, die Sauerstoff benötigt. Wilde Hefe ist meistens unerwünscht, da sie Nebengerüche und -geschmäcke im Wein verursacht.

Gavi DOC
Weisswein, der im Piemont (Italien) aus der Rebsorte Cortese zubereitet wird. Der Gavi ist ein Wein mit einer relativ viel Säure, einem zitronenähnlichen Bukett, das das an Mandeln oder Birnen erinnert. Es können relativ hohe Erträge pro Hektar erzielt werden, als Folge davon sind auch viele Exemplare eher ausdruckslos.

Gerbstoff

Begriff für Tannin, eine organische Verbindung die vor allem im Rotwein vorkommt.

Gewürztraminer
Weise Rebsorte deren Ursprung wohl in Italien liegt. Heute vor allem im Elsass weit verbreitet. Der Gewürztraminer erreicht oft hohe Reifegrade, daurch fehlt es manchen Weinen an Säure, was sie breit und schwer erscheinen läßt.

Goron
Walliser Rotwein (Dôle der die Qualitätsprüfung nicht bestanden hat).

Governo
Aelterungstechnik, die bei der Bereitung von Chianti eingesetzt wird oder eher wurde. Dabei wird dem Wein direkt nach der Gärung der süsse Saft von getrockneten Weintrauben zugesetzt, was zu einer leichten zweite Gärung führt (mehr Alkohol und Restsüsse sind die Folge). Wird der Wein dann direkt im Frühjahr in Flaschen abgefüllt, wird noch ein Teil der Kohlensäure die bei der zweiten Gärung entstanden ist, durch ein leichtes Prickeln auf der Zunge spürbar sein. Dieses Verfahren hat aber an Bedeutung verloren.

Gran Reserva
Spanische Bezeichnung für Weine, die nur in hervorragenden Jahren vom besten Erntegut hergestellt werden. Dabei muss das Lesegut so gut sein, dass die von ihm produzierten Weine eine längere Reifezeit im Holzfass und in der Flasche überstehen und erst noch an Qualität gewinnen. Rotweine die unter dieser gesetzlich geschützten Bezeichnung auf den Markt kommen, müssen mindestens 2 Jahre im Holzfass und anschliessend drei Jahre auf Flaschen, oder umgekehrt, gelagert worden sein. Für Riojaweine gelten noch längere Reifeperioden.


Grand Cru
Französisch = "grosses Gewächs". Im französischen Weingesetz verankerte Bezeichnung für Leistungen von Weinbergen, die Spitzenweine erzeugen. Das Gesetz macht strenge Auflagen für den Anbau und die Produktion dieser Weine, die wohl wichtigste ist die Ertragsbeschränkung. Unterhalb dieser Qualitätsstufe folgt die Bezeichnung "Premier Cru." Die Bezeichnung Grand Cru steht im Burgund und im Elsaß für einzelne Weinberge, in der Champagne und im Beaujolais für Ortschaften. Verwirrenderweise steht der Begriff "Premier Cru" im Bordeaux für die höchste Qualitätskategorie, erst danach folgt "Grand Cru Classé". Siehe auch Appellation d' Origine Controllée und Cru.

Grand Vin
Französisch = "grosser Wein". Die Bezeichnung impliziert einen ausgezeichneten Wein. Da der Begriff gesetzlich nicht geschützt ist, kann er nicht wirklich als Qualitätsgarantie dienen. Dennoch wird im Bordeaux mit dieser Bezeichnung oft der beste Wein eines Weinguts angepriesen.

Grauburgunder
Weisse Rebsorte, in Italien als Pinot Grigio und in Frankreich als Pinot Gris bekannt. Das"Grau" kommt von der rotgrauen Farbe der Beerenschale. Ein Merkmal der Pinot-Familie (Pinot Gris, Pinot Noir, Pinot Blanc und Pinot Meunier) ist, dass die Beeren der Pinots kaum von einander zu unterscheiden sind, bis sie mit zunehmender Reife an Farbe gewinnen. Pinot Noir, die "Mutter" der Familie, ist genetisch instabil und neigt zur Mutation. Grauburgunder ist eine dieser Mutationen. Die Weine aus ihr gekelterten Weine sind ganz unterschiedlich in der Charakteristik.

Grechetto
Weisse Rebsorte, die vorwiegend in Umbrien (Italien) angebaut wird. Zusammen mit Trebbiano, Malvasia und Verdello werden aus ihr unter anderem die Orvieto-Weissweine gekeltert.

Greco
Weisse Rebsorte aus Süditalien mit wohl griechischer Herkunft (Name). Meistens wird sie als Verschnitt mit anderen Rebsorten eingesetzt. Daraus entstehen dann zum Teil bekannt Wein wie Lacryma Christi del Vesuvio, oder Torre Quarto Bianco. Auch Süssweine aus teilgetrockneten Beeren (siehe auch Passito) werden aus Greco (Greco di Bianco) erzeugt.

Grenache
Rote Rebsorte, die in Spanien als Garnacha weit verbreitet ist. Trotzdem wird nur selten zu einem rebsortenreinen Wein verarbeitet (Ausnahme Rosé), liefern doch die Beeren meist wenig Tannin und Farbstoffe. Mit einer strengen Ertragsregulierung können auch tieffarbige und charaktervolle Weine produziert werden. Trockenheit und Hitze bekommen ihr gut, mit ein Grund weshalb sie in Spanien und Süd-Frankreich verbreitet ist.

Grüner Veltliner
Weisse Rebsorte, in Österreich weit verbreitet ist. Sie ist nicht anspruchsvoll und dennoch produktiv: Ein Nachteil ist, dass sie spätreifend und daher für nördlichere Anbaugebiete ungeeignet ist. Die Weine sind fruchtbetont, aromatisch mit angenehmer Säure. Mit Ertragsregulierung und gekonnter Kelterung werden insbesondere in der Wachau erstaunliche Ergebnisse erzielt.

Gutedel
Deutsche Bezeichnung für den Chasselas (weisse Rebsorte).


Halbtrocken
Bezeichnung für einen Wein mit einem Restzucker von maximal 12g/l. Die Bezeichnung muss auf der Etikette nicht zwingend angebracht werden, da der Begriff nichts über die Qualität aussagt. Häufig ausgewogener Wein mit feiner Süsse, besonders als Kabinett.

Hárslevelü
Rebsorte aus Ungarn.

Haut
Französisch = hoch. Zum Teil verwendetes Schmuckwort, das wohl nur in der Bezeichnung Haut-Médoc wirklich etwas aussagt.

Heuriger
Österreichische Bezeichnung für Wein, der wie Beaujolais nouveau schon am 11. November nach der Ernte in den Verkauf gelangt. Es ist aber auch die Bezeichnung für einen Ausschank in die neuen und und andere Weine angeboten werden. Beim Heurigen handelt es sich in der Regel um einen leichten aus dem Grünen Veltliner erzeugten Weisswein.

IGT
Indicazione Geografica Tipica.

Imbottigliato all'Origine

Italienisch = Erzeugerabfüllung.

Indicazione Geografica Tipica (IGT)

Italienische Herkunftsbezeichnung für Weine aus einem bestimmten Gebiet und typischem Charakter. Der Begriff wurde eingeführt, um Weine mit einer höheren Bezeichnung als Vino da Tavola vermarkten zu können.

Inzolia
Weisse Rebsorte, auch als Ansonica bekannt. Sie wird fast ausschließlich in Sizilien angebaut. Sie kann duftige, elegante Weine hervorzubringen. Zusammen mit Catarratto wird sie oft mit Chardonnay verschnitten, um die fehlende Säure des Chardonnay auszugleichen

Lieblich
Bezeichnung für Wein mit einem höheren Restzuckergehalt als halbtrockener Wein. Die Angabe "Lieblich" weist auf den Restzucker hin, wird aber oft als Geschmacksindiz betrachtet. Ein lieblicher Wein kann trotz dieser Bezeichnung über viel Säure verfügen, was ihn viel trockener erscheinen lässt als er wirklich ist.

Limberger
Deutsche Bezeichnung für die rote Rebsorte, die in Österreich Blaufränkisch und in Ungarn Kékfrankos genannt wird.


Magnum
Flasche mit doppeltem Fassungsvermögen (1,5l) statt Standard (0,75l). Weine in Magnum-Flaschen reifen langsamer als Weine in Standardflaschen (bei gleicher Lagerung). Daher sind Magnum-Flaschen auch für eine längere Lagerung durchaus geeignet .

Maische

Das geerntete Traubengut wird in der Kellerei verarbeitet, dabei entsteht ein Brei von Saft, Hülsen, Kernen, und manchmal Stielen, die Maische. Durch diesen Vorgang gelangt die Hefe zum Rebsaft und so zur Nahrung, die sie für die Gärung braucht. Bei der Produktion von Weißwein, wird nur der von der Maische getrennte Saft vergoren. Rotwein wird direkt auf der Maische vergoren, da sich die für Rotwein nötwendigen Farbstoffe in den roten Beerenhäuten befinden.

Malbec
Rote Rebsorte mit weltweiter Verbreitung. Sie ist klassischer, wenn auch unwichtiger Bestandteil der Bordeaux-Weine. Als Cot spielt sie eine Hauptrolle in Cahors (im Südwesten Frankreichs), wo aus ihr tieffarbige und tanninreiche Weine gekeltert werden. Malbec wird auch in Süd-Amerika angebaut, dort entstehen fruchtbetonte Weine, oft mit leichtem Holzton vom Barrique. Synonym: Cot, Auxerrois.

Malolaktische Gärung

Begriff für einen mikrobiologischer Vorgang, bei dem im Wein vorhandene Apfelsäure in weichere Milchsäure umgesetzt wird. Da eine Bakterienart und keine Hefeart für die Umwandlung verantwortlich ist, kann strikt genommen nicht von Gärung gesprochen werden. Aus diesem Grund ist auch die Bezeichnung "biologischer Säureabbau" dem der "malolaktischen Gärung" ( französisch Fermentation malolactique).

Malvasia
Dahinter verbirgt sich eine Vielzahl unterschielicherl roter und auch weißer Rebsorten, bei denen es sich meistens nur um Synonyme handelt. Die wenigsten sind "wahre" Malvasia. Die "wahre" Malvasia, in verschiedenen Unterarten, trifft man in ganz Italien an, wo sie ganz unterschiedliche Weinstile hervorbringt. Oft werd sie allerinds mit anderen Rebsorten verschnitten und spielt selten die Hauptrolle. Zu Weltklasse gelangt sie in den Dessertweinen, die auf den liparischen Inseln, vor der Küste Siziliens, aus getrockneten Beeren (Passito) gekeltert werden ( Malvasia di Lipari).

Manseng
Weiße Rebsorte, die es in zwei Varianten gibt: als Gros Manseng und Petit Manseng. Sie werden hauptsächlich im Jurançon und in der Cascogne angebaut. Gros und Petit Manseng ergeben sehr aromatische Weißweine uns schwere Weissweine.

Manzanilla
Spanischer Begriff für einen von vier Sherrystilen, neben Amontillado, Fino, und Oloroso. Ein Manzanilla-Sherry ist im Prinzip ein Fino, wird aber in Sanlúcar de Barrameda, ein Ort an der spanische Südküste, hergestellt. Manzanilla-Sherrys haben einen geringeren Alkoholgehalt und mehr Säure als Finos, da die Weintrauben oft früher geerntet werden als Trauben der anderen Sherrystile.

Marc
Französisch Weinbrand.

Marsanne
Weiße Rebsorte, die vorwiegen im Rhônetal angebaut wird. Dort ist sie zusammen mit Rousanne Bestandteil der meisten Weißweine ist.

Mavrud
Rote Rebsorte mit Verbreitung in ganz Zentral-Europa.

Merlot
Rote Rebsorte, ursprünglich als Zutat der Bordeauxweine bekannt. Heute mit weltweiter Verbreitung. Die Merlot-Weine sind fruchtig und geschmeidig, deshalb auch konsumentenfreundlich und populär. Merlot treibt früh aus und deshalb auch frostgefährdet. Dafür ist sie frühreifend, oft ein bis zwei Wochen vor Cabernet Sauvignon, was je nach Anbaugebiet ein wichtiger Vorteil sein kann.In den Weinen von St. Émilion und Pomerol spielt sie die Hauptrolle, im Verschnitt mit Cabernet Franc und Cabernet Sauvignon. Merlot-Wein können jung getrunken werden, es gibt aber auch sehr lange lagerfähige Weine. In der Schweiz aus dem Tessin bekannt (Merlot del Ticino).

Méthode champanoise
Geschützte französische Bezeichnung für Schaumweine die nach dem Champagnerverfahren (auch Flaschengärung genannt) produziert werden. Nicht aus der Champagne stammende Schaumwein dürfen auf dem Etikett nur eine der folgenden Bezeichnungen nennen: "fermentation selon la méthode champenoise", "méthode traditionelle", "méthode classique" und "méthode traditionelle classique".

Méthusalem
Flasche mit 8fachem Fassungsvermögen (6l).

Metodo classico
Italienisch für Schaumweine, die nach dem Champagnerverfahren (siehe auch Méthode champanoise).

Millésime
Französisch für Ernte. Millésimé deutet auf Weine mit einer Jahrgangsangabe hin. Die Jahrgangsangabe auf einem Weinetikett garantiert, dass der Wein ausschließlich aus der Ernte des angegebenen Jahres stammt.

Mise en bouteille ...
Französisch = Gutsabfüllung, Erzeugerabfüllung

Monastrell

Spanische Bezeichnung für die rote Rebsorte Mourvèdre.

Montepulciano
Rote Rebsorte Italiens. Sie hat nichts mit dem fast gleichnamigen Rotwein Vino Nobile di Montepulciano zu tun, der in der Gegend der toskanischen Stadt Montepulciano produziert wird. Aus Montepulciano werden weiche, fruchtige Weine gekeltert. Da wenig tanninreich können sie schon jung genossen werden.

Most
Begriff für noch unvergorenen Beerensaft.

Mostgewicht
Beim Mostgewicht (auch Oechsle) wird das Verhältnis zwischen Wasser und aufgelösten Substanzen (vor allem Säure und Zucker) gemessen. Mit zunehmender Reife nimmt die Dichte des Beerensaftes durch Zunahme des Zuckers zu. Diese Saftdichte nennt man Mostgewicht. Da Zucker während der Gärung in Alkohol umgesetzt wird, kann aufgrund des Mostgewichts den voraussichtlichen Alkoholgehalt des späteren Weins bestimmen.

Moulleux
Französisch = lieblich.

Mourvèdre
Rote Rebsorte, die vor allem in Frankreich angebaut wird. Sie ist spätaustreibend, spätreifend und benötigt viel Wärme. Ihr Ertrag ist bescheiden. In Bandol entstehen verblüffende, konzentrierte und langen lagerfähige Weine. Sie ist auch eine der häufig benutzten Rebsorten für die Herstellung des Chateauneuf-du-Pape. Synonym: Mataro (Spanien)

Mousseux
Französisch = schäumend. Oft für Schaumweine verwendeter Begriff.

Müller-Thurgau
Weiße Rebsorte, die Namen und Existenz Dr. Müller aus dem Thurgau verdankt. Sie ist das Ergebnis einer Kreuzung zwischen Riesling und Silvaner. Sie liefert hohe Erträge, wird aber vor allem als Bestandteil eines Verschnitts verwendet.

Muscadelle
Weiße Rebsorte, die in Bordeaux für die Weißweinproduktion verwendet wird (neben Sémillon und Sauvignon Blanc). Muscadelle eignet sich für die Massenproduktion, denn sie ist spättreibend, frühreifend und erzielt erst noch hohe Erträge per ha.

Muscadet
Weiße Rebsorte, mit Verbreitung im westlichen Teil der Loire. Frühreifende Rebsorte, deren Weine eher bescheiden, relativ neutral und trocken sind. Synonym: Melon de Bourgogne.

Muscat
Weiße Rebsorte, mit verschiedenen Unterarten in der ganzen Welt (Muscat Blanc. Muscat Hamburg, Muscat Alexandria, etc.).

Muskateller
Synonym für Muscat.

Nebbiolo
Rote Rebsorte, die im Piemont (Italien) beheimatet ist. Sie kann praktisch nur in ihrer Heimat angebaut werden, wo sie in guten Jahren qualitativ hoch stehende Weine erzeugt. Die bekanntesten von Nebbiolo erzeugten Weine sind Barolo und Barbaresco. Die Weine kennzeichnen sich in der Jugend durch enorme Säure und Tannin aus, die sich erst während einer relativ langen Lagerungsperiode ausgleichen. Das Ergebnis der besten Exemplare belohnt das geduldige Warten. Heute gehen viele Winzer dazu über, schneller trinkreife Weine zu produzieren. Das erreichen sie durch kürzere Kelterungszeiten und den Ausbau in kleinen Holzfässern. Synonym: Spanna, Chiavenasca

Nebukadnezar
Flasche mit 20fachem Fassungsvermögen (15l).

Négociant-Eleveur
Händler, der erstjährigen Wein beim Erzeuger aufkauft und ihn in der eigenen Kellerei verschneidet und weiterverarbeitet.

Nerello
Rote Rebsorte Siziliens. Nerello Mascalese mit dunkler Farbe und hohem Alkoholgehalt häufig als Verschnittpartner für leichte Tafelweine. Nerello Cappuccio auch unverschnitten, als Etna Rosso erhältlich.

Nero d'Avola
Rote Rebsorte mit Verbreitung in ganz Süd-Italien. Die wohl besten Ergebnisse werden auf Sizilien erzielt.

Non-vintage
Verschnitt aus Weinen verschiedener Jahrgänge (ohne Jahrgangsbezeichnung).

Nostrano
Tessiner Wein aus französischen und italienischen Trauben.

Nouveau
Bezeichnung für junge Weine, die direkt nach der Ernte, aber nicht vor dem 11. November in den Verkauf gelangen. Mit der Bezeichnung wird fast immer Beaujolais-Primeur gemeint (der bekannteste der Nouveau-Weine).

Novello
Italienisch für neu und das Pendant zu den Nouveau- oder Primeurweinen. Siehe auch Nouveau.


Öchslegrad
Zuckergehalt des Traubemostes bei der Weingewinnung. Sie geben an, wieviel Gramm schwerer ein Liter Most als ein Liter Wasser ist. Hat ein Liter Most ein Gewicht von 1080 Gramm, so entspricht das einem Gehalt von 80° Öchsle, denn 1 Liter Wasser wiegt 1000 Gramm. Aus den Öchslegraden lässt sich der ungefähre voraussichtliche Alkoholgehalt des späteren Weins berechnen. Die vereinfachte Formel dazu lautet: ° Öchsle : 8 = Vol. % Alkohol. Ein zweite, komplizierter und genauere Berechnungsformel lautet: ° Öchsle - 15 : 6 = Vol. % Alkohol.

Oeil de Perdrix
Vor allem im Neuenburg übliche Bezeichnung für einen leichten Rosé aus der Pinot-Noir-Traube.

Oloroso
Spanische Bezeichnung für einen der vier Sherrystile, neben Amontillado, Manzanilla, und Fino.

Palomino
Weisse Rebsorte, vorwiegend für die Sherry-Produktion im Süden Spaniens angebaut.

Passito
Italienische Bezeichnung für Weine, die aus teilgetrockneten oder rosinierte Beeren produziert werden. Die Beeren werden entweder solange am Weinstock gelassen, bis sie eingeschrumpft sind, oder nach der Ernte in der Sonne oder in speziellen Lagerräumen getrocknet. Der wenige in den Beeren noch enthaltene Saft, ist so süss, dass die Hefe häufig abstirbt, bevor sie allen Zucker in Alkohol umgesetzt hat. Der nicht vergorene Restzucker verleiht diesen Weinen entsprechend viel Restsüsse. Es gibt aber auch völlig trockene Passitoweine. Siehe auch Amarone, Governo, Recioto.

Perlan
Weisser Genfer-Wein aus der Chasselas-Traube.

Perlwein

Leicht schäumender Wein mit einem Alkoholgehalt von mind. 7%. Die enthaltene Kohlensäure entsteht durch einen zweiten Gärungsvorgang.

Pétillant
Französischer Begriff für leicht schäumende Weine. Pendant zum deutschen Perlwein.

Petit Verdot
Rote Rebsorte, traditionelle Zutat der Bordeauxweine, wegen ihrer späten Reife aber nur in den besten Jahren verwendet. In guten Jahren wird Petit Verdot in geringen Mengen als Würze den Bordeauxweinen zugesetzt.

Pinot Bianco

Italienisches Synonym für die Rebsorte Pinot Blanc (siehe Pinot Blanc).

Pinot Blanc
Weisse Rebsorte aus der aus Burgund stammenden Pinot Noir-Familie. Wie Pinot Gris oder Grauburgunder ist Pinot Blanc das Ergebnis einer Mutation der genetisch instabilen Pinot Noir. Die von ihr gekelterten Weine sind vollmundig mit hohem Alkoholgehalt und werden zum Teil auch im Barrique ausgebaut.

Pinot Meunier

Rote Reborte, fester Bestandteil des Champagner (mit Pinot Noir und Chardonnay). Obwohl in der Champagne mehr als ein Drittel der Weinberge mit ihr bepflanzt sind, ist sie relativ unbekannt. Obwohl sie den Champagnerweinen vor allem Fruchtigkeit verleiht, zeigt sie weniger Finesse als Chardonnay und Pinot Noir.

Pinot Noir

Rote Rebsorte, Grundlage für die bekannten Rotweine des Burgunds und heute auf der ganzen Welt verbreitet. Pinot Noir ist genetisch instabil und mutiert schnell. Einige dieser Mutationen wie Pinot Blanc oder Pinot Gris, sind auch bekannte Weinlieferanten. Pinot Noir-Weine aus dem Burgund erzielen fast immer stolze Preise (die nicht immer durch die Qualität gerechtfertigt sind).

Pinotage
Rote Rebsorte, Ergebnis einer Kreuzung der Pinot Noir mit Cinsaut. Pinotage ist schnellreifend. und bringt hohe Erträge Mit Ertragdrosselung können Weine entstehen, denen Barrique-Ausbau und auch längere Perioden von Flaschenlagerung gut bekommen.

Podere
Italienischer = Hof oder Gut. Siehe auch Azienda.

Portwein
Einer der berühmtesten Süssweine der Welt. Es gibt verschiedene Stile, deren Basisverfahren bei der Herstellung aber identisch ist. Durch Zusatz von Branntwein (meistens Cognac) wird die Gärung abgebrochen, bevor der gesamte im Beerensaft enthaltene Zucker in Alkohol umgesetzt ist. Der nicht vergorene Restzucker verleiht dem Wein seine Süsse. Die unterschiedlichen Portstile entstehen erst nach der Gärung durch eine unterschiedliche Ausbaumethode, im Holzfass, in der Flasche oder als Kombination von beiden.

Pourriture (Noble)
Französisch für die Pilzart Botrytis Cinerea (siehe auch Botrytis Cinerea).

Premier Cru

Zweite Stufe der burgundischen Lagebewertung.

Premier Grand Cru Classé

Erste Stufe der klassifizierten St-Emilion-Weine

Primeur
Französischer Begriff für junge Weine, die direkt nach der Ernte, aber nicht vor dem 11. November in den Verkauf gelangen. Es handelt sich ausschliesslich um jung zu trinkende Weine, die nicht oder nur beschränkt lagerfähig sind.

Primitivo
Rote Rebsorte, die hauptsächlich in Apulien, im Süden Italiens, angebaut wird. Es wird angenommen, dass sie mit dem kalifornischen Zinfandel identisch ist. Primitivo bringt alkoholische, tieffarbige Rotweine hervor. Ihre Beliebtheit in Apulien hängt wohl mit ihren grosszügigen Erträgen zusammen. Bei entsprechender Ertragsregulierung können aber zum Teil hervorragende Weine aus ihr produziert werden. In Kalifornien ist Zinfandel mittlerweile sehr geschätzt.

Propriétaire
Französisch = Besitzer

Prosecco
Weisse Rebsorte, die vor allem im Veneto, angebaut und meistens zu Schaumwein verarbeitet wird: Häufig wird Prosecco auch als italienischer Schaumwein im Allgemeinen verstanden.


QbA
Qualitätswein eines bestimmten Anbaugebiets.
QmP
Qualitätswein mit Prädikat.
Qualitätssekt
Unterliegt denselben Bedingungen wie Qualitätswein


Recioto
Süssweine aus teilgetrockneten oder rosinierten Beeren aus dem Veneto im Nordwesten Italiens. Gleiche Herstellungsweise wie die Passito-Weine.

Récolte
Ernte, Lese, Jahrgang

Refosco
Rote Rebsorte, die in Italien fast fast nur in Friuli angebaut wird. Aus Refosco können konzentrierte, in der Frucht an Merlot erinnernde, Rotweine gekeltert werden.

Rehomboam
Flasche mit 6fachem Fassungsvermögen (4,5l).

Reifegrad
Mass für die Reife der Beeren und damit verbunden, der Entscheid die Ernte einzubringen. Siehe auch Beerenreife und Mostgewicht.

Reserva
Spanische Bezeichnung für Weine, die nur in guten Jahren hergestellt werden. Rotweine, die unter dieser geschützten Bezeichnung auf den Markt gebracht kommen, müssen mindestens ein Jahr im Holz und anschliessend zwei Jahre auf Flaschen gelagert sein. Für Weiss- und Roséweine gilt, dass sie zwei Jahre gereift sein müssen, davon mindestens sechs Monate im Holz. Siehe auch Gran Reserva.

Reserve
Kein Qualitätsmerkmal, jeder Wein kann als Réserve bezeichnet werden.

Restsüße
Bezeichnung für die Menge an Restzucker, die nach der Gärung im fertigen Wein noch enthalten ist.

Restzucker
Gehalt an Zucker, der nach der Gärung im fertigen Wein übriggeblieben ist. Auch völlig trockene Weine verfügen über Restzucker, da die Hefe entweder bestimmte Zuckeranteile während der Gärung nicht in Alkohol umsetzen kann, oder die Hefe abstirbt bevor sie ihre Aufgabe völlig zu Ende gebracht hat. Die Menge ist jedoch so gering, dass sie nicht auf der Zunge wahrgenommen werden kann. Restzucker wird normalerweise in Gramm pro Liter ausgedrückt. Dabei werden Weine mit weniger als 2 g/l Restzucker als trocken bezeichnet. Es gibt jedoch viele Weine, die über einen hohen Restzuckergehalt verfügen, trotzdem nicht süss schmecken, da ein hohes Mass an Säure oder Gerbstoff (wie Tannin) den Eindruck von Süsse ausgleichen.


Ribolla Gialla
Weisse Rebsorte wohl italienischen Ursprungs, die gute aber auch ausdruckslose Weine hervorbringt. Deren Weine können elegant und leicht blumig daherkommen. Im Zuge der Mode der rebsortenreinen Weine nimmt nimmt ihre Popularität wieder etwas zu.

Rieslaner
Weisse Rebsorte, Ergebnis einer der vielen Silvaner-Riesling-Kreuzungen. Die aus Rieslaner produzierten Weine sind nicht ohne Klasse, die Rebsorte hat aber einige Nachteile, die eine weitere Verbreitung verhindern. Sie ist spätreifend und beansprucht daher die besten Lagen im Weinberg, die sie nicht immer bekommt, da z.B. Riesling wirtschaftlich häufig interessanter ist..

Riesling
Weisse Rebsorte, bekannt vor allem durch die in Deutschland gekelterten Weinen. Der Riesling gehört wohl zu den nobelsten Rebsorten. Bei entsprechender Behandlung bringt sie charaktervolle Weine hervor. Riesling ist geeignet für nördliche Weinbaugebiete, da sie spät austreibend ist und Frühlingsfrost keine Gefahr für die Pflanze birgt. Sie erträgt auch winterliche Kälte gut. Die Rieslingweine verfügen oft über eine vordergründige Säure, die den Weinen eine lange Lebensdauer garantiert. Eine lange, hinausgezögerte Reifezeit ergibt maximale Aromaentfaltung, ohne dass die charakteristische Säure ganz verloren geht. Synonyme: Rhine Riesling, Johannisberg Riesling, Riesling Rhenano

Riesling-Silvaner
Rebsorte Müller-Thurgau. In der Ostschweiz sehr verbreitet. Siehe auch Müller-Thurgau..

Riesling Italico
Italienische Bezeichnung für die weisse Rebsorte Welschriesling. Sie hat, vom Namen abgesehen, mit dem "echten" Riesling nichts zu tun hat. Die von ihr produzierten Weine können interessanter sein, als die des "Orignals". Synonyme: Laskiriesling, Olaszriesling.

Riserva
Italienische Bezeichnung für Weine, die nach der Gärung einer längeren Reifeperiode (meistens 3 Jahre), entweder im Holzfass, in der Flasche oder einer Kombination von beiden, unterzogen werden. Es werden (sollten) nur die besten Weine für Riserva ausgesucht. Diese Weine sollten durch die entsprechende Behandlung noch an Qualität gewinnen und sind für eine längere Reife geeignet.

Rivaner
In Luxemburg gängige Bezeichnung für Müller-Thurgau, wo sie am häufigsten angebaut wird.

Rolle
Weisse Rebsorte, angebaut in Süd-Frankreich. Die aus ihr bereiteten Weine können aromatisch und körperreich sein. Synonym: Vermentino

Rosado
Spanisch für Rosé. Mit Rosado werden hellfarbene Roséweine bezeichnet, dunkelfarbigen Versinen als Clarete.

Rosato
Italienisch = Rosé, Roséwein.

Reifegrad
Mass für die Reife der Beeren und damit verbunden, der Entscheid die Ernte einzubringen. Siehe auch Beerenreife und Mostgewicht.

Rosé
Französische Bezeichnung für Weine, etwas zwischen Rot- und Weisswein. Rosa als Farbe ist sie das Ergebnis der Kelterungstechnik. Dabei wird der Most roter Beeren samt Schalen (in denen sich der rote Farbstoff befindet) in einem Behälter für eine bestimmt Zeit "stehen" gelassen. So wird ein Teil der Farbstoffe aus den Schalen gelöst. Auf diese sogenannte Maischestandzeit kann eine kurze Gärung folgen, die nicht zu Ende geführt wird, da der entstehende Alkohol zuviel Farbstoffe aus den Schalen löst und somit ein Rotwein entstehen würde. Abschliessend wird der angegorene Wein von den Schalen getrennt und die Gärung zu Ende geführt. Für die Produktion der Roséweine werden ausschließlich rote Rebsorten verwendet. Eine Ausnahme formen Roséchampagner und sogenannte Schillerweine, die das Ergebnis einer Mischung aus Rot- und Weißweinen sind.

Rosso
rot auf italientisch

Roussanne
Weisse Rebsorte, vor allem als Verschnittpartner mit der robusteren Marsanne in den Weissweinen des Rhônetals. Die Roussanne Rebe ist anspruchsvoll, mit ein Grund für die geringe Verbreitung. Das Interesse für Roussanne nimmt heute wieder zu, im Süden Frankreichs, wo ihre Säure willkommen ist und die späte Reife weniger ein Problem darstellt, als auch in ihrer nördlicheren Heimat, wo sie ein klassischer Bestandteil der weissen Châteauneuf-du-Pape-Weine ist.

Roussette
Weisse Rebsorte, die vorwiegend in der Savoie, im Osten Frankreichs angebaut wird. Sie ergibt körperreiche und fast exotisch aromatische Weine, die eine längere Periode der Flaschenlagerung verdienen. Obwohl Roussette wirklich aufregende Weine ergibt, ist sie relativ selten anzutreffen. Dies hat vornehmlich damit zu tun, dass sie im allgemeinen nur sehr bescheidene Mengen an Reben produziert. Sie wird deshalb häufig mit Chardonnay verschnitten. Synonym: Altesse

Ruby Cabernet
Rote Rebsorte, Ergebnis einer Kreuzung zwischen Carignan und Cabernet Sauvignon. Sie verträgt Hitz relativ gut, ist ansonsten aber nicht sehr pflegeleicht, da sie spätreifend und so anfällig für Krankheiten wie Carignan ist. Sie wird in Kalifornien vorwiegend wegen ihrer Farbe in Verschnitten mit anderen Rebsorten zu einfachen Weinen verarbeitet, obwohl man sie häufig auch als reinsortigen Wein im Supermarkt antreffen kann.


Sagrantino
Rote Rebsorte, vorwiegend Umbrien (Italien) angebaut und zu tieffarbigen und tanninreichen Weine verarbeitet. Aus getrockneten Sagrantinotrauben wurden traditionell nach dem Passitoverfahren auch Süssweine hergestellt, obwohl aus Marketinggründen heute fast nur noch die trockenen Versionen angeboten werden.

Sangiovese
Rote Rebsorte mit der grössten Verbreitung in Italien. Sie ist Hauptbestandteil der Chiantiweine. Sangiovese ist eine spätreife Rebsorte, die deshalb auch die beste Lagen im Weinberg fordert. Die Rebe hat generell viel Säure, die in schlechten Jahren dominieren kann. Da mit Ursprung Toskana heute auf dem internationalen Markt der Absatz praktisch mühelos gesichert ist, ist auch der Anbau der Sangiovese sehr lukrativ. Sangiovese erbringt sowohl leichte Rotweine mit kirschähnlicher Frucht, als auch tieffarbige, nach Veilchen, Kirsch, Teer und Tee duftende Exemplare, die in der Jugend manchmal kaum von Barolo zu unterscheiden sind. Sangiovese bestimmt, rein wie in Brunello di Montalcino, oder überwiegend, wie in Chianti und Vino Nobile di Montepulciano, alle in der Toskana produzierten Rotweine.

Sauvignon Blanc
Weisse Rebsorte, beheimatet im Loiretal (Frankreich). Sie wird heute fast weltweit angebaut. Das aromatische Spektrum ist vielfältig: die Aromen variieren von grasigen Noten bis zu Stachelbeeren und geriebenen Tomatenblättern. Auch wenn die Aromen oft nicht leicht zu identifizieren sind, vordergründig sind sie auf jeden Fall, was nicht zuletzt zur Beliebtheit der Rebsorte beigetragen hat. Traditionell ist sie, zusammen mit Sémillon, ein fester Bestandteil der in Bordeaux produzierten Süssweine, obwohl sie auch für die hier produzierten, trockenen, Weissweine immer wichtiger wird.

Schaumwein
Allgemeiner Begriff für Weine, die ein Mass an Kohlensäure aufweisen und deshalb beim Öffnen der Flaschen und Einschenken im Glas schäumen. Je langsamer und gerader die Bläschen aus dem Wein emporsteigen, desto höher die Qualität. Das Mass und die Qualität der Kohlensäure wird von der Produktionsmethode bestimmt. Das Champagnerverfahren ergibt im Allgemeinen die hochwertigsten Schaumweine, es ist aber auch eins der arbeits- und kostenintensivsten. Für geringere Qualitäten wird deshalb oft die Tank- oder Charmatmethode angewandt, wobei die zweite Gärung sich nicht, wie bei der Champagnermethode, in der Flasche abspielt, sondern in Behältern oder Tanks. Die kostengünstigste Methode ist jedoch, dem Wein Kohlensäure zuzusetzen.

Schiller
Roséwein aus einer Mischung von Weiss- und Rotweintrauben (meistens des gleichen Rebbergs).

Schwarzriesling
Deutsche Bezeichnung für die rote Rebsorte Pinot Meunier, ein Bestandteil des Champagner. Für die Weinverarbeitung sonst nicht sehr verbreitet, obwohl spätaustreibend und frühreif.

Sec
Französisch = trocken. Der Begriff bezieht sich meistens auf Schaumwein und weist auf das Mass an Restsüsse im Wein hin. Ein Wein mit der Bezeichnung "Sec" hat weniger als 10 g/l Restzucker und ist vom Geschmack her trocken.

Secco
Italienisch = trocken. Der Begriff bezieht sich meistens auf Schaumwein und weist auf das Mass an Restsüsse im Wein hin.

Sekt
Deutsche Bezeichnung für Schaumwein, dessen Qualität von bescheiden bis zu hochwertigen, nach Champagnerverfahren produzierten, Exemplaren reicht.

Sélection des Grains Nobles
Französisch Bezeichnung für Beerenauslese, Wein aus von Hand ausgelesenen, hochreifen Trauben. Das Lesegut muss eine minimale Reife von zwischen 110 und 120° Oechsle haben und ist fast immer teilweise von Edelfäule befallen. Die Weine verfügen alle über Restsüsse. Wie süss sie tatsächlich schmecken, ist wiederum von der Rebsorte und vor allem vom Produzenten abhängig.

Sémillion
Weisse Rebsorte, vorwiegend im Südwesten Frankreichs angebaut und für die berühmten Süssweine aus dem Bordeaux mitverantwortlich. Sie ist recht anspruchslos, produziert hohe Erträge und ist gegen die meisten Viren resistent. Anfällig ist sie auf Fäulnis, die aber unter den richtigen Umständen die Herstellung edelsüsser Weine zulässt (siehe Botrytis). Die von ihr gekelterten Weine sind tieffarbig und vollmundig, verfügen jedoch in der Jugend über wenig Aroma. Sémillon wird häufig mit Sauvignon Blanc verschnitten. In den edelsüssen Weinen aus dem Bordeaux spielt sie allerdings die Hauptrolle, wobei das Verhältnis zwischen Sémillon und Sauvignon Blanc meist vier zu eins ist.

Seyval Blanc
Weisse Rebsorte, die in östlichen Staaten oder England zu finden ist. Die Rebe ist widerstandsfähig und der Wein angenehm fruchtig.

Sfurzat
Bezeichnung für einen Rotwein aus dem Valtellina (Lombardei, Italien). Es handelt sich um einen Passito-Wein, der aber völlig trocken ist und erst als Sfurzat auf den Markt gebracht werden darf, wenn er einen Mindestalkoholgehalt von 14,5% aufweist. Die Sfurzatweine werden aus der Nebbiolotraube bereitet, der gleichen Rebsorte, die für Barolo und Barbaresco verantwortlich ist. Synonym: Sforzato, Sfursat.

Sherry
Allgemeine Bezeichnung für Wein aus dem DO-Gebiet Jerez (Spanien), dem nach der Gärung Alkohol (Schnaps, Aguardiente) zugesetzt wird und anschliessend zu verschiedenen Stilen ausgebaut wird. Siehe Amontillado, Fino, Manzanilla und Oloroso.


Shiraz
In Australien und Süd-Afrika verwendete Bezeichnung für die rote Rebsorte Syrah.

Silvaner
Weisse Rebsorte, die zwar über Körper und zugleich Säure verfüget, im Bukett aber eher neutral sind.

Sin Crianza
Spanisch für "ohne Erziehung" und Bezeichnung für Weine, die im Jahr nach der Ernte auf den Markt gebracht werden. Die Periode zwischen Ernte und Vermarktung ist kurz, diese Weine sind nur beschränkt oder gar nicht im Holz gelagert worden. Es handelt sich fast ausschliesslich um einfache Weine, die zum baldigen Trinken vorgesehen sind.

Smaragd

Bezeichnung für die höchste der drei Qualitätskategorien für Weissweine aus dem Wachau. Das Lesegut für einen Smaragdwein muss über eine Reife von mehr als 90° Oechsle verfügen.

Solera
Lagerungssystem aus der Sherryproduktion. Das Verfahren wird weltweit bei der Erzeugung von Weinen, die Jahr für Jahr die gleiche Qualität aufweisen sollen und ohne Jahrgangsangabe auf dem Markt erscheinen, angewandt. Dazu werden unterschiedliche Grundweine aus verschiedenen Jahrgängen und Rebsorten ausselektiert, die notwendig sind um diesen "Hausstil" zu erzeugen. Durch das partielle Mischen der verschiedenen Fässer bleibt ein gleichbleibender Geschmack erhalten. Dabei wird von jeder Reihe Fässer (Criadera genannt) Wein entnommen und den darunter liegenden Fässer zugefügt. Aus der unterster Reihe wird letztendlich der Wein entnommen, der auf Flaschen gezogen und in den Verkauf gelangt.

Sommelier
Französisch = Weinkellner. Der Sommelier ist innerhalb eines Restaurantbetriebs für die Beratung der Gäste bei deren Weinauswahl zuständig. Idealerweise wird der Sommelier versuchen, die Wahl der Weine auf die Speisen abzustimmen oder umgekehrt. Da es sich hier um Geschmack, ein subjektives Empfinden, handelt, soll letztendlich der Gast über die Wahl des Weins bestimmen, zumal er die Rechnung begleichen wird. Abgesehen von der beratenden Rolle sind weitere Aufgaben des Sommelier: Der Einkauf der Weine, die Weinkartenpflege und die Lagerung der Flaschen.

Spätlese
Nach Kabinett, die nächste Stufe innerhalb der Qualitätsweine mit Prädikat-Hierarchie. Wie die Bezeichnung andeutet, werden die Beeren später als die für Kabinett-Weine geerntet. Diese späte Lese ergibt nicht nur einen höheren Reifegrad und deshalb einen höheren Alkohol-Gehalt im späteren Wein, sondern auch mehr Aroma und Geschmack. Der gesetzlich festgelegte Reifegrad liegt, je nach Anbaugebiet, zwischen 76 und 95° Oechsle. Die Weine dürfen nicht angereichert werden.

Spumante
Italienisch = Schaumweine. Oft nach dem Champagnerverfahren produziert und auf dem Flaschenetikett durch die Bezeichnung Metodo classico gekennzeichnet.

St. Laurent
Rote Rebsorte, ursprünglich wohl aus dem Elsass, heute vorwiegend in Tschechien und Österreich (Burgenland) angebaut. Wenn der Ertrag reguliert wird, können aus St. Laurent konzentrierte, tieffarbige Rotweine, denen sogar Barrique-Ausbau gut steht, produziert werden.

Steen
In Süd-Afrika gängige Bezeichnung für Chenin Blanc, wo sie die am häufigsten angebaute weisse Rebsorte ist. Die Rebsorte wird dort wegen ihrer Säure geschätzt, obwohl den Weinen oft das charakteristische Bukett fehlt (wohl auch wegen der hohen Erträge per ha). Steen wird dort, wie auch im französischen Loiretal, zu Weinen verschiedener Art, wie auch Schaumwein oder Süsswein verarbeitet.

Stravecchio
Italienische Bezeichnung für "sehr alt" die man vornehmlich auf Etiketten von Destillaten und manchmal vom Vin Santo antrifft. Oft handelt es sich um Getränke, die verschiedenen Jahrgängen verschnitten werden.

Supérieur
hinter den Namen Graves oder Bordeaux bedeutet, dass der Wein ein Volumenprozent mehr als das zulässige Minimum enthält. Die Angabe "Supérieur" ist freiwillig und kann leider nicht unbedingt als Qualitätsgarantie verstanden werden.

Superiore
Italienische Bezeichnung für DOC-Weine, die qualitativ hochwertiger sein sollten als eine Normalabfüllung. Sie müssen über über einen höheren Mindestalkoholgehalt (meistens ein Prozent) verfügen. Zusätzlich werden diese Weine einer obligatorisch längeren Reifezeit, entweder im Fass, in der Flasche oder einer Kombination von beiden, unterzogen.

Sur Lie
Französisch für "auf der Hefe" und die Bezeichnung eines Weinbereitungsverfahrens.

Süss
Nach dem deutschen Weingesetz ist süss die Bezeichnung für einen Wein, dessen Restzuckergehalt mindestens 45g/l beträgt. Ein Süsswein ist deutlich süss, sollte aber zugleich über ein gewisses Mass an Säure verfügen, um diese Süsse auszugleichen.

Syrah
Rote Rebsorte, im nördlichen Rhônetal von Frankreich nahezu die einzig erlaubte Rebsorte für Rotwein. Sie treibt spät aus und reift mittelspät, gegen die meisten Krankheiten ist sie resistent und kann hohe Erträge liefen. Hochwertiger Weine können aus ihr aber nur gekeltert werden, wenn man die Erträge drosselt. Die besten Exemplare brauchen mehr als 10 Jahre um sich zu entwickeln, wobei eine enorme Vielfalt an Aromen, wie Trüffel, Tabak und dunkle Früchte entstehen. Ihre zweite Heimat hat Syrah fraglos in Australien, wo sie seit dem 19. Jahrhundert angebaut wird.


Tafelwein
Bezeichnung für die unterste Qualitätsstufe innerhalb des deutschen Weingesetzes und Äquivalent zum französischen Vin de Pays. Da die gesetzliche Bestimmungen für die Produktion die niedrigsten sind, handelt es sich oft um Weine aus Lesegut das einen zu geringen Reifegrad hat, um unter einer höheren Qualitätsstufe auf den Markt gebracht werden zu können. Jedoch versteckt sich zunehmend hinter diesem Begriff auch mancher Spitzenwein, der entweder von nicht-offiziellen ("zugelassenen") Rebsorten, oder aber durch Benutzung moderner Kelterungs- und Ausbaumethoden (wie z.B. das Anwenden von Barrique) produziert worden ist, vom Weingesetz dennoch für eine höhere Qualifizierung nicht anerkannt wird.

Tannat
Rote Rebsorte, die hauptsächlich im Südwesten Frankreichs angebaut wird. Tannat verdankt ihren Namen den vielen Farb- und Gerbstoffen, die in ihren Beerenschalen enthalten sind. Die sogenannten Tannine lassen die Weine, zumindest in der Jugend, hart und verschlossen erscheinen, weshalb das französische Weingesetz für die Weine eine Holzfasslagerung von mindestens 20 Monaten verordnet (in der ein Teil der Gerbstoffe ausgeschieden wird). Diese Weine sind lange lagerfähig. Viele Winzer ziehen heute eine Keltermethode vor, bei der dem Most vor und während der Gärung absichtlich Sauerstoff zugesetzt wird. Auf diese Weise verbinden sich die Tannine oder Gerbstoffe mit dem Sauerstoff, was sie weicher macht. Trotz dieser Methode sind die meisten Exemplare noch immer sehr kräftig, zeigen sich aber schon in der Jugend fruchtig. Die Weine vertragen einen Ausbau im Barrique aussergewöhnlich gut und auf Grund ihrer Unbekanntheit stimmt sogar meistens das Preis-Qualitätsverhältnis.

Tannin
Auch Gerbstoff genannt, spielt vor allem eine Rolle bei Rotweinen. Es handelt sich um eine chemische Verbindung, die in den Stielen, Häuten und Kernen der Weintrauben, aber auch z.B. in Holz und Tee, vorkommt. Im Mund erkennbar durch ein pelziges, adstringierendes Gefühl. Rotweine werden auf der Maische vergoren, wodurch immer ein Mass an Tannin in den Wein gelangt. Im richtigen Verhältnis, verleiht Tannin dem Rotwein Struktur und "Rückgrat". Ausserdem hat Tannin eine konservierende Wirkung, die vor allem bei Weinen, die für längere Lagerung vorgesehen sind, wichtig ist. Vor dem Servieren muss solch ein Wein durch Dekantieren von dieser bitter schmeckenden Ausscheidung getrennt werden. Werden Rotweine für eine gewisse Periode in neuen Holzfässern (Barrique) gelagert, so nimmt der Wein auch einen Teil der Tannine des Holzes auf. Bei der Beurteilung von Rotweinen wird das Mass und die Struktur der Tannine als Qualitätskriterium angewandt. Bei vielen Rotweinen, die für baldiges Trinken vorgesehen sind, wird bei der Kelterung durch technische Eingriffe verhindert, dass zuviele Tannine in den späteren Wein gelangen. Das Mass an Tanninen ist nicht zuletzt rebsorteabhängig, wodurch z.B. ein Wein aus der Cabernet Sauvignon-Rebsorte adstringierender sein kann als aus dem vergleichweise "weicheren" Merlot.

Tempranillo
Rote Rebsorte spanischer Herkunft, die dort in verschiedenen Weinen eine wichtige Rolle spielt, am bekanntesten ist sie sicher für ihren Beitrag am Rioja. Rioja ist aber kein reinsortiger Tempranillowein, sondern ein Verschnitt aus Garnacha (Grenache), Mazuelo (Carignan) und Graciano. Tempranillo wird zwar als eine noble Rebsorte angesehen, es ist aber schwierig zu sagen, was ihr Charakter ist: mehr als eine unbestimmte Fruchtigkeit lässt sich nicht feststellen. Vielmehr werden die auf Basis von Tempranillo gekelterten Weine häufig durch andere Rebsorten aromatisch "aufgefüllt" und die anschliessende Lagerung in amerikanischem Eichenholz, in dem die meisten spanischen Weine ausgebaut werden, verleiht ihnen zusätzlich eine deutliche Vanillenote. Tempranillo kann aber mehr. Sie ergibt langlebige Weine bei relativ geringem Alkoholgehalt. Nur fehlt es ihr manchmal an genügend Säure, ein wichtiges "Konservierungsmittel" bei langen Lagerperioden, weshalb oft andere Rebsorten herangezogen werden. Man trifft sie auch in Portugal und Argentinien an.

Tenuta
Italienischer für Besitz oder Weingut. Siehe auch Azienda.

Teroldego

Rote Rebsorte, die ausschliesslich in Trentino, im Süd-Tirol angebaut wird. Aus Teroldego wird ausser einem Rosé auch ein unkomplizierter, fruchtiger Rotwein gekeltert. Bei entsprechender Ertragsregulierung können gute Wein entstehen.

Tinta Barocca
Portugiesische rote Rebsorte, die vor allem für die Produktion von Portweinen angebaut wird. Die dickschaligen Beeren ergeben tieffarbige und rustikale Weine. In Süd-Afrika wird sie meistens für portähnliche Weine angebaut, obwohl auch immer öfter völlig trockene, rein aus Tinta Barocca gekelterte Weine erzeugt werden.

Tinto
Spanisch = rot. Vino Tinto (in portugiesisch Vinho Tinto) bedeutet demzufolge Rotwein.

Tocai Friulano
Weisse Rebsorte, die vorwiegend in Nordwest-Italien angebaut wird und vor allem in Friuli-Venezia-Giulia zu guten Ergebnissen gelangt. Das Aroma erinnert an Mandeln und Birnen, ist aber oft nicht sehr ausgeprägt. . Die Rebsorte ist nicht verwandt mit dem Tokay d'Alsace, ebensowenig mit dem weltberühmten ungarischen Süsswein Tokaji.


Tokajer
Name für Tokaji, einen der bemerkenswertesten Süssweine der Welt, der aus dem Weinbaugebiet Tokaj-Hegyalja (Ungarn).

Tokaji
Ungarische Bezeichnung für die üblicherweise als Tokajer bekannte Weissweinspezialität.

Tokay d'Alsace
Traditionell die elsässische Bezeichnung für einen aus Pinot Gris gekelterten Weisswein. Die Verwirrung mit dem mindestens so berühmten ungarischen Wein Tokaji (auch Tokajer), der jedoch aus der Rebsorte Furmint gekeltert wird, veranlasste die EU-Weingesetzgebung, der Namensähnlichkeit ein Ende zu setzen, in dem es den Elsässern den Gebrauch des Namens untersagte. Proteste führten zum Kompromiss, dass der elsässische Wein Tokay Pinot Gris genannt werden darf (befristet).

Trebbiano
Italienische Bezeichnung für die weisse Rebsorte Ugni Blanc. Trebbiano ist weltweit eine der am häufigsten angepflanzten Rebsorten, wird aber meistens verschnitten. Ein niedriger Alkoholgehalt sowie eine hohe Säure der aus ihr hergestellten Basisweine, macht Trebbiano für die Weinbrandproduktion ideal. Sie ist Hauptbestandteil des Cognac.

Trocken
Bezeichnung für Weine, die keine wahrnehmbare Restsüsse im Geschmack aufweisen. Gesetzlich dürfen diese Weine höchstens bis zu 4g/l Restzucker aufweisen, oder aber bis 9g/l, wenn die Gesamtsäure 2g/l niedriger ist als der Restzucker. Der Geschmackseindruck "trocken" ist nämlich oft der Säure zuzuschreiben, die die Süsse eines Weins ausgleicht.

Trockenbeerenauslese

Dieses Prädikat bezieht sich auf den Zustand der Beeren im Moment der Ernte. Die Beeren werden dabei so lange am Weinstock gelassen, bis sie von Edelfäule (Botrytis) eingeschrumpft sind und ähnlich wie Rosinen aussehen. Die winzige Menge Saft die in den Beeren übrig gebliebene, ist so süss, dass im Falle dass aller im Saft enthaltende Zucker vergoren würde, ein Wein mit einem Alkoholgehalt von über 21% vol. entstünde. In diesem sehr süssen Most kann die Hefe nur mit grössten Schwierigkeiten funktionieren und stirbt ab bevor sie ihre Aufgabe völlig zu Ende gebracht hat, weshalb Trockenbeerenausleseweine selten mehr als 8% Alkohol aufweisen. Wegen der sehr beschränkten Menge sowie des Arbeitsaufwands bei der Ernte sind diese Weine so selten, dass sie häufig nur auf Weinversteigerungen als


Ugni Blanc
Französische Bezeichnung für die italienische Trebbiano. In beiden Ländern ist sie die am häufigsten angebaute weisse Rebsorte. In Frankreich wird sie vor allem für die Cognac- und Armagnacproduktion verwendet. Jedoch ist das mit ihr bepflanzte Areal vor allem in Südfrankreich so gross, dass Ugni Blanc fast in allen dort hergestellten Weinen fester Bestandteil ist. Der niedrige Alkoholgehalt macht die aus ihr gewonnenen Basisweine für die Destillation sehr geeignet.


Vendange Tardive
Französisch = Spätlese.

Vendemmia
Italienisch = Jahrgang, Ernte. Eine Jahrgangsangabe auf einem Weinetikett garantiert, dass der Wein aus diesbezüglichem Jahr stammt.

Verde
Portugiesisch = grün. Mit dem Begriff wird im Allgemeinen ein junger Wein, der nicht nur weiss, sondern auch rot sein kann, bezeichnet. Siehe auch Vinho Verde.

Verdejo
Weisse Rebsorte, die fast ausschliesslich in Rueda (Spanien) angebaut wird. Sie wird meistens zusammen mit Palomino und Macabeo zu einem trockenen, frischen Weisswein verarbeitet. Ein anderer wichtiger Verschnittpartner des Verdejos ist zunehmend Sauvignon Blanc. Da heutzutage der Markt für Qualitätsweine zu Lasten der Literware stetig zunimmt gehen immer mehr Winzer dazu über, Palomino durch die hochwertigere Verdejo zu ersetzen.

Verdicchio
Weisse Rebsorte, die vorwiegend in Marche (Italien) angebaut wird. Die Rebe wird vorwiegend für ihren hohen Säuregehalt geschätzt und deshalb oft für die Produktion von Schaumweinen benutzt. Traditionell wurden die Stillweine aus Verdicchio auf der Maische vergoren, was den Wein tiefer in der Farbe und voller im Geschmack erscheinen lässt. Moderne Kellertechniken ergeben heute saubere, relativ neutrale Weine. Dass Verdicchio mehr kann, beweisen Exemplare, die aus den besten Weinbergslagen, aus der Unterzone Matelica, stammen.

Vermentino
Weisse Rebsorte, die unter diesem Namen in ganz Italien, aber vor allem in Sardinien angebaut wird. Ihre Weine sind aromatisch und zeichnen sich durch Frische aus. Synonym: Rolle

Vernaccia
Italienischer Allgemeinbegriff für weisse und rote nicht verwandte Rebsorten. Die bekannteste dürfte die Vernaccia di San Gimignano sein, sowohl die Bezeichnung eines toskanischen Weinbaugebietes, als auch der Name des dort produzierten Weissweins.

Verschnitt
Ein Wein, der das Ergebnis einer Mischung von verschiedenen Mosten oder Grundweinen ist. Siehe Assemblage.

Vieilles Vignes
Französisch für "alte Rebstöcke". Diese Angabe ist ein Hinweis für einen Wein, hergestellt aus dem Rebgut alter Rebstöcke und damit ein gehobenes Produkt. Das Alter der Rebstöcke wird oft als Qualitätsfaktor betrachtet. Man nimmt an, dass ältere Rebstöcke bessere Weine hervorbringen als junge. Rebstöcke brauchen durchschnittlich bis zu drei Jahre um einen Stamm und ein Wurzelsystem aufzubauen. Die Ertragsmenge nimmt mit zunehmendem Alter des Weinstocks ab, was zugleich eine Qualitätszunahme bedeuten kann: je geringer der Ertrag, desto hochwertiger( zugleich auch teurer) das Erntegut. Da die Angabe "Vieilles Vignes" gesetzlich nicht geschützt ist, bleibt ungeklärt, wie alt ein Rebstock sein muss, um diese Bezeichnung zu rechtfertigen.

Vigna
Italienisch für Weinberg oder Einzellage, oft gefolgt von einem Namen (häufig Phantasiebezeichnungen). Da die Angabe einer Einzellage auf dem Etikett eine grössere Gewinnspanne, jedoch nicht automatisch eine Qualitätszunahme bedeutet, wird sie in Zukunft wohl öfter auf Weinetiketten erscheinen. Siehe auch DOC.

Vigneto
Italienisch = Weinberg. Wenn darauf ein Name folgt, wird mit der Bezeichnung auch häufig eine Einzellage gemeint. Siehe auch Vigna.

Village
Französisch " Dorf. Auf Flaschenetiketten die Bezeichnung für Weine, die aus einem oder mehreren Dörfern stammen.

Vin de Pays
Französisch = Bezeichnung für eine der unterste Qualitätsstufen innerhalb des französischen Weingesetzes. Seit 1979 kann ein französischer Vin de Table (die niedrigste aller Qualitätsstufen) unter bestimmten Voraussetzungen als Vin de Pays, Landwein, bezeichnet werden. Wie bei AOC-Weinen, muss jeder Landwein auf dem Etikett eine geographische Bezeichnung tragen. Landweine dürfen ausschliesslich in gesetzlich festgelegten Landweingebieten angebaut werden, wovon es 140 gibt. Der maximale Ertrag pro ha ist auf 90 hl festgelegt. Die Weine müssen einen Mindestreifegrad, ausgedrückt in natürlichem Alkohol, aufweisen. Anreichern ist jedoch erlaubt. Die Weine, die unter der Bezeichnung Vin de Pays auf dem Markt erscheinen, können von ganz unterschiedlicher Qualität sein. Der Produzent entscheidet, Weine dieser Qualitätsstufe zu machen, wenn der Ertrag pro ha so hoch liegt, dass die Weine nicht unter der AOC-Bezeichnung vermarktet werden dürfen, oder dass man für die Weinproduktion Rebsorten, Anbaumethoden oder Kellertechniken angewendet hat, die das Gesetz nicht für AOC-Weine erlaubt. Es erscheinen in dem Falle qualitativ hochwertige Weine unter einer der niedrigsten Qualitätsstufen auf dem Markt. Oft sind die hohen Preise, die für diese Weine verlangt werden, dafür ein Indiz.

Vin de Table
Französisch für Tafelwein und Bezeichnung für die niedrigste Qualitätsstufe innerhalb des französischen Weingesetzes. Die gesetzlichen Auflagen für die Produktion der französischen Landweine sind, im Vergleich zu denen der Appellation Controllée-Weine, sehr locker: obwohl Anreichern auf dieser Qualitätsstufe nicht erlaubt ist, sind alle Rebsorten zugelassen, für die es keine Ertragsbeschränkung gibt.

Vin Doux Naturel
Französischer Begriff für bestimmte Süssweine. Doux = süss, Naturel = natürlich. Die Restsüsse ist das Ergebnis einer vorzeitigen Unterbrechung der Gärung bevor der gesamte Zucker in Alkohol umgesetzt ist. Die Unterbrechung wird Alkoholzusatz erreicht, bei der die Hefe abstirbt. Der Zucker, der dabei nicht mehr in Alkohol umgesetzt wird, gibt dem Wein seinen süssen Geschmack.

Vinho Verde
Name für ein Weinbaugebiet im Nordwesten Portugals als auch für die dort produzierten Weine. Vinho Verde = grüner Wein. Damit nicht nur Weiss- sondern auch die angebauten Rotweine angedeutet. Beide sollten jung getrunken werden. Die Weine sind säurebetont und haben ein auf der Zunge deutlich bemerkbares Prickeln. Heutzutage wird mit modernster Kellertechnik der biologische Säureabbau meistens unterdrückt und die Kohlensäure dem Wein künstlich zugesetzt. Der weisse Vinho Verde ist mittlerweile kein Unbekannter mehr und kann beachtlich sein, vor allem wenn er aus Alvarinho (in Spanien Albariño genannt) gekeltert wird.

Vino da Tavola
Italienisch = Tafelwein. Es handelt sich grundsätzlich um die niedrigste aller Qualitätsstufen. Dass auch Spitzenprodukte mit dieser Bezeichnung in den Verkauf gelangen, liegt an der Anomalie des rigiden italienischen Weingesetzes, das hochwertige Weine aus nicht anerkannten (weil nicht traditionellen) Rebsorten und moderne Kelterungsmethoden bis vor kurzem nur unter dieser niedrigsten Qualitätsstufe zuließ.

Vin Santo
Aus über Winter unter Dach getrockneten Trauben bereiter Süsswein.

Vintage
Englisch für Jahrgang. Mit der Bezeichnung kann auch die Ernte im Allgemeinen gemeint sein.

Viognier
Weisse Rebsorte, die ursprünglich im nördlichen Rhônetal in geringen Mengen angebaut wurde. Die Weine, die aus Viognier gekeltert werden, zeigen meisten tiefes Gelb, sind vollmundig, verfügen über einen hohen Alkoholgehalt und ein aromatisches Bukett erinnert. Die mit ihr bepflanzten ha haben nicht nur in Frankreich, sondern auch in Kalifornien und Australien zugenommen. Viele dieser Anlagen sind relativ jung und teilweise noch nicht völlig in Produktion genommen.

Viti
Roter Merlot mit einem bestimmten Qualitätsstand aus dem Tessin.

Vitigno
Italienisch = Rebsorte.

Vorlauf
Vorlauf ist die Bezeichnung für Beerensaft, der vor dem eigentlichen Pressen des Mostes

Weinbaugebiet

Tafelweinanbaugebiet

Weissburgunder
Deutsches Synonym für die weisse Rebsorte Pinot Bianco.

Weissherbst

Wein, der aus ausschliesslich roten Rebsorten als Weisswein bereitet wird. Da der Most roter Beeren ohne Schalen (in denen sich der rote Farbstoff befindet) vergoren wird, sind diese Weine meistens sehr hellblass rosafarbig.

Welschriesling
Der "Riesling" Österreichs, Sloweniens, Norditaliens und Osteuropas. Die Rebsorte wird vor allem in Zentral-Europa für ihr spätes Austreiben geschätzt (wodurch Frühlingsfrost kaum eine Gefahr für sie darstellt), ihren hohen Säuregehalt und nicht zuletzt für ihren hohen Ertrag per ha geschätzt. Exemplare aus Nord-West Italien zeigen, dass bei gewissenhafter Arbeit im Rebberg und bei der Kelterung, durchaus schmackhafte Weine entstehen können.


Xynomavro
Rote Rebsorte, aus dem Norden Griechenlands. Obwohl Griechenland nicht als Produzent hochwertiger Weine bekannt ist, hat dies wohl mehr mit der veralteten Kellertechnik als mit dem tatsächlichen Potential zu tun. Der Name der Rebe deutet auf das hohe Mass an Säure (Xyno) und die in der Jugend tiefschwarze Farbe (Mavro) hin. Bei längerer Lagerung entwickeln sich die Weine hervorragend, obwohl bis jetzt solche Exemplare ausserhalb Griechenland selten gesichtet werden. Wegen ihrer hohen Säure wird sie ausserdem für die Schaumweinproduktion benutzt.


Zinfandel
Rote Rebsorte, vor allem in Kalifornien angebaut wird. Sie ist wohl dem Primitivo aus Apulien (Süd-Italien) identisch. In diesem teils sehr heissen Weinbaugebiet bewies sie vor allem mit ihren hohen Erträgen gute Dienste. An erster Stelle ist auch der Ertrag für den Weinstil bestimmend: sind die Erträge sehr hoch, entstehen eher helle Rotweine. Bei niedrigem Ertrag können konzentrierte, alkoholreiche Weine aus ihr gekeltert werden. Sie ist relativ pflegeleicht, neigt aber zu unregelmässiger Beerenreife, wobei an der gleichen Traube sowohl grüne, unreife, als auch völlig reife Beeren hängen können. Ist das Anbaugebiet zu heiss, schrumpfen die Beeren zu Rosinen. Den für Zinfandel geeigneten Platz im Weinberg bekam die Rebsorte oft nicht, weil man sie lange für eine banale Rebsorte hielt. Die Zeiten haben sich für Zinfandel mittlerweile geändert, seit man bewiesen hat, dass sich grossartige, lagerfähige Rotweine aus ihr keltern lassen. Synonym: Primitivo:

















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